Auf dem Atlantik: Segler Herrmann mit Kollision und Schaden
Boris Herrmann hat Probleme mit seinem Boot. (Archiv) Foto: Ricardo Pinto/Team Malizia/dpa
Es geschieht im Nordatlantik: Boris Herrmanns neues Boot „Malizia 4“ kollidiert. Die Folge ist eine beschädigte Aufhängung der Tragfläche.
New York. Harter Schlag für Boris Herrmann und Team Malizia im neuen Ocean Race Atlantic: Rund zweieinhalb Tage nach dem Start ist die erst zwei Monate alte „Malizia 4“ im Nordatlantik mit einem Meeressäuger oder großem Fisch kollidiert. Das vermeldete Team Malizia heute Vormittag. Getroffen wurde demnach mit dem Backbord-Foil eine der beiden Tragflächen. Durch den Aufprall wurde der Foil-Hydraulikzylinder beschädigt.
Skipper Boris Herrmann und seine Crew hatten die Flotte bis dahin fast durchweg angeführt, waren aber zuletzt von den drei stärksten Rivalinnen „11th Hour Racing“ (USA/Italien), „United by the Ocean“ (Frankreich) und „DMG Mori Global One“ (Japan) angegriffen worden.
Im Malizia-Statement hieß es, der Aufprall habe bei 25 Knoten Bootsgeschwindigkeit in etwa 16 Knoten Wind stattgefunden und „zu einem technischen Problem mit dem Foil-Hydraulikzylinder geführt“. Den Crew-Mitgliedern gehe es gut. Auch scheine es weder am Foil noch am Boot strukturelle Schäden zu geben. Der Hydraulikzylinder konnte in seiner Position arretiert und zusätzlich festgezurrt werden. So ruhe das Foil „nun sicher auf seinen Lagern, bewegt sich nicht mehr“.
Team Malizia ist überzeugt, eine Lösung gefunden zu haben, mit der im weiteren Rennverlauf wieder Segeln „bei voller Geschwindigkeit“ möglich sei. Weitere Checks auf See sollen folgen. Die Führung im Transatlantikrennen von New York nach Lorient haben vorerst Francesca Clapcichs „11th Hour Racing“ (Ex-„Malizia 3“) übernommen.