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Literatur

Bestsellerautorin Isabel Allende erhält Planeta-Preis

Die chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende hält den mit einer Million Euro dotierten 75. Planata-Preis bei einer Gala in Barcelona.

Die chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende hält den mit einer Million Euro dotierten 75. Planata-Preis bei einer Gala in Barcelona. Foto: Alberto Paredes/EUROPA PRESS/dpa

Ein Roman, der an „Das Geisterhaus“ anknüpft, bringt Isabel Allende den 75. Planeta-Preis und eine Million Euro ein. Darin kehrt Alba Trueba in ihr Elternhaus zurück.

Von dpa 16.10.2026, 10:35 Uhr
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Barcelona. Die chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende hat für ihren neuen Roman „La hora antes del alba“ (Die Stunde vor der Morgendämmerung) den mit einer Million Euro dotierten diesjährigen 75. Planeta-Preis erhalten. Der Roman, der erst Anfang November auf Spanisch in die Buchhandlungen kommen soll, knüpft an ihren Debütroman von 1982 „Das Geisterhaus“ an. Der Preis wurde der 84-Jährigen vom spanischen König Felipe VI. bei einer Gala in Barcelona überreicht. 

„Das Geisterhaus“ erzählt die fiktive Geschichte einer wohlhabenden Familie in einem lateinamerikanischen Land, das als Chile wiedererkennbar ist. Der Roman wird dem magischen Realismus zugeordnet.
In dem neuen Roman kehrt eine der Hauptfiguren aus „Das Geisterhaus“, Alba Trueba, nach Folter unter Augusto Pinochets Diktatur in ihr Elternhaus zurück und wird dort zur Chronistin einer turbulenten Ära, wie die spanische Zeitung „El País“ schrieb. Wann der Roman auf Deutsch erscheinen wird, war zunächst nicht bekannt.

Mit einer Gesamtauflage von laut „El País“ weltweit mehr als 80 Millionen Exemplaren gilt Allende als die erfolgreichste lebende spanischsprachige Autorin der Gegenwart. Während sie bisher überwiegend bei dem spanischen Verlag Plaza & Janés veröffentlichte, der zu Penguin Random House Grupo Editorial (Bertelsmann) gehört, erscheint Allendes neuer Roman bei Planeta. 

Den mit 200.000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt der 32-jährige Manga-Autor Sergio Hernández aus Valencia für sein Werk „La añoranza“ (Die Sehnsucht).

Auszeichnung wird seit 1952 vergeben 

Der Premio Planeta wird seit 1952 vom Verlag Editorial Planeta jährlich für den besten unveröffentlichten Roman in spanischer Sprache vergeben. Eine Besonderheit: Die Teilnehmer müssen die Manuskripte unter Pseudonym einreichen, so dass auch unbekannte Autoren eine Chance haben - und oft auch siegreich waren. Zu den Gewinnern gehören aber auch große Namen wie der spätere Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa (1993).

Die chilenische Bestsellerautorin Allende („Das Geisterhaus“) und der Maga-Autor Sergio Hernández bei der Preisverleihung der 75. Planeta-Preise in Barcelona.

Die chilenische Bestsellerautorin Allende („Das Geisterhaus“) und der Maga-Autor Sergio Hernández bei der Preisverleihung der 75. Planeta-Preise in Barcelona. Foto: Alberto Paredes/EUROPA PRESS/dpa

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia gratulieren Allende in Barcelona.

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia gratulieren Allende in Barcelona. Foto: Lorena Sopêna/EUROPA PRESS/dpa

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