AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Rechtschreibregeln zum Gendern

Bildungsministerin Prien gegen Gender-Sternchen an Schulen

Von Gendersternchen an Schulen hält die neue Bildungsministerin nichts. (Archivbild)

Von Gendersternchen an Schulen hält die neue Bildungsministerin nichts. (Archivbild) Foto: Katharina Kausche/dpa

Geschlechtersensible Sprache sei wichtig, sagt die neue Bildungsministerin Karin Prien. Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkte gehören aus ihrer Sicht aber nicht in den Schulunterricht.

Von dpa 18.05.2025, 09:00 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Berlin. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) fordert bundesweit einheitliche Regeln zum Gendern an Schulen. „Gerade in einem Einwanderungsland ist es wichtig, dass nach einheitlichen Regeln unterrichtet und geschrieben wird“, sagte Prien den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schulen und Behörden sollten sich ihrer Einschätzung nach deshalb an die Regeln des Rats der deutschen Rechtschreibung halten, erklärte sie. „Geschlechtersensible Sprache ist wichtig, aber Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollten in der Schule nicht gelehrt und nicht genutzt werden“, sagte Prien. 

Mit Gendern ist das Verwenden bestimmter sprachlicher Mittel gemeint, um Menschen aller Geschlechtsidentitäten sprachlich sichtbar zu machen. Prien betonte, dass ihr einheitliche Regeln hier wichtig seien und sie diese auch in ihrem eigenen Ministerium befolgen werde. Da Bildung Ländersache ist, kann der Bund keine bundesweit einheitlichen Regeln vorschreiben.

Prien auch gegen private Handynutzung an Grundschulen

Zuvor hatte sich die CDU-Politikerin auch gegen die private Nutzung von Handys an Grundschulen positioniert - und damit zu einem weiteren Thema Stellung bezogen, das Millionen von Schülerinnen und Schüler bundesweit betrifft. Grundsätzlich sei der Umgang mit Mobiltelefonen in Schulen Sache der Länder, ihre Haltung dazu sei aber klar, sagte Prien ebenfalls den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „In der Grundschule sollte die private Handynutzung verboten sein. An den weiterführenden Schulen sollten möglichst altersgerechte Regeln gefunden werden.“

Prien ist seit Anfang Mai neue Bundesministerin für Familie und Bildung im Kabinett von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Zuvor war sie Bildungsministerin in Schleswig-Holstein.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Hape Kerkeling: „Bleiben Sie mutig“

Der Komiker setzt sich unerbittlich für die freiheitliche Demokratie in Deutschland ein. Er sagt: Es braucht Mut, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

VW ruft weltweit mehr als 70.000 E-Autos zurück

Der Rückruf von Millionen Fahrzeugen wegen einer fehlerhaften Schraube liegt noch nicht lange zurück. Nun muss Volkswagen erneut einen Mangel ausräumen. Auch in Deutschland sind viele Autos betroffen.