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Krisenresilienz

Bundeswehr lobt Übung in Hamburg als Erfolg

Für die Bundeswehr war die Übung ein Erfolg. (Archivbild)

Für die Bundeswehr war die Übung ein Erfolg. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Übung „Red Storm Charlie“ hat nach Ansicht der Bundeswehr die Beziehung zwischen Soldatinnen, Soldaten und der Hamburger Bevölkerung positiv verändert – im nächsten Jahr soll es weitergehen.

Von dpa 29.09.2026, 14:05 Uhr
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Hamburg. Drei Tage nach Abschluss der Militärübung „Red Strom Charlie“ in Hamburg haben Bundeswehr und Stadt eine erste positive Bilanz gezogen. „Wir konnten unsere Fähigkeiten in der zivil-militärischen Zusammenarbeit weiterentwickeln“, sagte der Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kapitän zur See Kurt Leonhards. Auch habe man das Netzwerk über die Landesgrenze erweitern können. 

Bei der dreitägigen Übung sei auch eine veränderte Wahrnehmung der Soldatinnen und Soldaten in der Stadt deutlich geworden. „Der Soldat, der an der Tankstelle steht, wird zum Kaffee eingeladen - das ist nur ein Beispiel“, sagte Leonhards. „Es zeigt: Die Beziehung zwischen der Stadt und den Soldatinnen und Soldaten verändert sich.“ Das habe er in fast vier Jahrzehnten Dienst bei der Bundeswehr so noch nicht erlebt.

Menschen nehmen geo- und sicherheitspolitischen Wandel wahr 

Es habe sich gezeigt, dass die Menschen begreifen, dass sich die geo- und sicherheitspolitische Lage verändert habe, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank. „Und dass es angezeigt ist, sich auf den Ernstfall vorzubereiten und das nicht nur unseren Streitkräften zu überlassen.“

Bei der gemeinsamen, auch von Protesten begleiteten Übung von Bundeswehr, zivilen Behörden, Organisationen und Unternehmen standen Kommunikation, Koordination und das gemeinsame Handeln in komplexen Lagen.

„Red Storm Delta“ im kommenden Jahr 

Rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter etwa 500 Soldatinnen und Soldaten, hatten während der Übung diverse Aufgaben zu bewältigen, etwa einen Chemieunfall, einen Sabotageakt auf einen Zug mit militärischen Gütern, einen Massenanfall von verletzten Soldatinnen und Soldaten sowie die Einrichtung eines Ersatzkrankenhauses in einer Tiefgarage.

„Red Storm Charlie“ war die bereits dritte zivil-militärische Übung dieser Art in Hamburg. Für die Beteiligten gehe es jetzt an die detaillierte Auswertung, hieß es vom Landeskommando. Dabei solle untersucht werden, welche Verfahren sich bewährt haben, welche Schnittstellen weiter verbessert werden können und welche Erkenntnisse in die Vorbereitung künftiger Übungen einfließen. 

Im Herbst kommenden Jahres sollen die Erkenntnisse in „Red Storm Delta“ einfließen.

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