Sportpolitik

DOSB kündigt Führungswechsel im Vorstand an

Torsten Burmester kandidiert als Oberbürgermeister der Stadt Köln und wird als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes abgelöst.

Torsten Burmester kandidiert als Oberbürgermeister der Stadt Köln und wird als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes abgelöst. Foto: Marijan Murat/dpa

Der Vorstandsvorsitzende des DOSB kandidiert als Oberbürgermeister der Stadt Köln. Unabhängig vom Wahlausgang kündigt der DOSB nun einen Wechsel an der Spitze an - ohne Details zu nennen.

Von dpa 22.11.2024, 12:25 Uhr

Frankfurt/Main. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat einen Wechsel an der Spitze des Vorstands angekündigt. Das teilte der DOSB mit, nachdem der Noch-Vorsitzende Torsten Burmester als Kandidat der SPD für die Oberbürgermeisterwahl am 14. September 2025 in Köln vorgestellt worden war.

„Unabhängig vom Wahlausgang wird es an der Spitze des DOSB-Hauptamtes einen Wechsel geben“, hieß es in einer Mitteilung. Weitere Details - unter anderem wann der Wechsel erfolgen soll - nannte die Dachorganisation des deutschen Sports zunächst nicht. „Durch die Veröffentlichung weiterer Einzelheiten würden unausweichlich die Persönlichkeitsrechte einzelner berührt werden.“ Was es mit dieser Formulierung auf sich hat, ließ der DOSB offen.

Medien: Burmester sieht kein Interessenkonflikt

Laut Medienberichten soll Burmester erklärt haben, keinen Interessenkonflikt zwischen der Kandidatur und seinem DOSB-Hauptamt zu sehen. Der DOSB sieht das offensichtlich anders. Dabei soll der Vertrag zwischen der Dachorganisation und Burmester den Angaben zufolge Anfang des Jahres bis 2029 verlängert worden sein.

Die Ankündigung, sich von Burmester zu trennen, erfolgt gut zwei Wochen vor der DOSB-Mitgliederversammlung am 7. Dezember in Saarbrücken und inmitten wichtiger sportpolitischer Themen in Deutschland. Zum einen steht die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele zur Debatte, zum anderen ist die Zukunft des geplanten Sportfördergesetzes nach dem Aus der Ampel-Koalition ungewiss.

Burmester war 2002 bis 2005 persönlicher Referent des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) gewesen. Danach arbeitete er als Vize-Abteilungsleiter Sport im Bundesministerium des Innern und als Abteilungsleiter Wirtschaftsrecht im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in Nordrhein-Westfalen. 2022 übernahm Burmester den Vorstandsvorsitz beim DOSB, nachdem er Generalsekretär des Deutschen Behindertensportverbandes war.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Klopps Kosmos mit Kimmich als Königspersonalie

Während letzte Details am Bundestrainer-Vertrag von Jürgen Klopp ausgearbeitet werden, lohnt ein Blick auf das, was den designierten DFB-Chefcoach danach erwartet: gravierende Personalentscheidungen.

Was nun, Lionel Messi?

Die Fußball-Welt rätselt. Was macht Lionel Messi? Spielt er weiter für Argentinien? Oder hört er auf? Mitentscheidend könnte sein, was Trainer Lionel Scaloni macht, der Messis goldene Ära ermöglichte.