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Krisenszenario

Deutsche Banken im Stresstest stabil - mit Ausnahmen

In Summe zeigen sich Deutschlands Banken und Sparkassen widerstandsfähig. Allerdings gibt es nicht nur Licht, sondern auch Schatten. (Archivbild)

In Summe zeigen sich Deutschlands Banken und Sparkassen widerstandsfähig. Allerdings gibt es nicht nur Licht, sondern auch Schatten. (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa

Wie widerstandsfähig sind die kleinen und mittelgroßen Geldhäuser in Deutschland im Krisenfall? Ein Test der Aufsicht hat es ans Licht gebracht. Die Ergebnisse sind nicht nur positiv.

Von dpa 24.09.2026, 11:10 Uhr
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Frankfurt/Main. Die Mehrheit der Banken und Sparkassen in Deutschland würde auch einen drastischen globalen Wirtschaftseinbruch überstehen. „Die Institute bleiben insgesamt solide aufgestellt“, fasste der oberste Bankenkontrolleur der Finanzaufsicht Bafin, Nikolas Speer, in Frankfurt die Ergebnisse eines gemeinsamen Krisentests mit der Bundesbank zusammen. 

Allerdings konnten mehrere Dutzend Institute in dem simulierten Szenario die von der Aufsicht vorgegebenen Kapitalanforderungen nicht mehr einhalten. „Wir haben die Institute, die im Stresstest Auffälligkeiten zeigen, besonders im Blick. Sollte es erforderlich sein, werden wir rechtzeitig aufsichtliche Maßnahmen ergreifen“, betonte Speer.

Krisentest und Umfrage

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und die Deutsche Bundesbank haben seit April 1.113 kleine und mittelgroße Geldhäuser unter die Lupe genommen und damit fast 90 Prozent der Kreditinstitute hierzulande. In einer ergänzenden Umfrage waren die Institute aufgefordert, zu ihrer aktuellen Ergebnislage und Risikosituation sowie zu ihren Erwartungen Stellung zu nehmen.

In dem Stresstest wurde über einen Zeitraum von drei Jahren ein Krisenszenario simuliert. Eine Eskalation geopolitischer Spannungen könnte sich in weiteren Handelsschranken, Engpässen in den Lieferketten und Preisanstiegen bei Rohstoffen niederschlagen. Angenommen wurde ein Rückgang des Welthandels mit entsprechenden Auswirkungen auf Beschäftigung und Wirtschaftsleistung. Des Weiteren wurde unterstellt, dass es zu Zinsanstiegen und starken Korrekturen an Aktien- und Anleihemärkten kommt. 

In einer solchen Stresssituation würde sich die harte Kernkapitalquote der Banken und Sparkassen im Aggregat um rund 3,8 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent reduzieren. Das heißt: Die Institute hätten weniger Puffer, um weitere Rückschläge abzufedern.

Umfeld bleibt unsicher

„Die anhaltend hohe Unsicherheit bezüglich der weiteren geopolitischen Entwicklungen erschwert den konjunkturellen Ausblick“, sagte Bundesbank-Vorstand Michael Theurer. „Umso vorsichtiger müssen die Kreditinstitute bei ihrer Geschäfts- und Kapitalplanung vorgehen, damit sie auch im Falle unvorhergesehener Schocks eine solide Kapitalbasis bewahren und die Finanzierung der Realwirtschaft aufrechterhalten können.“

Seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 prüfen Aufseher mit Stresstests regelmäßig, wie anfällig Banken im Krisenfall wären. Risiken in der Bilanz und Schwachstellen im Geschäftsmodell sollen so möglichst frühzeitig offengelegt werden. Aufseher können als Folge solcher Tests zum Beispiel von einzelnen Geldhäusern einfordern, mehr Kapital vorzuhalten, um mögliche künftige Krisen besser abpuffern zu können.

Dem Krisentest von Bundesbank und Bafin mussten sich 1.113 kleine und mittelgroße Geldhäuser hierzulande stellen. (Archivbild)

Dem Krisentest von Bundesbank und Bafin mussten sich 1.113 kleine und mittelgroße Geldhäuser hierzulande stellen. (Archivbild) Foto: Hannes P Albert/dpa

Die Finanzaufsicht Bafin betont: „Wir haben die Institute, die im Stresstest Auffälligkeiten zeigen, besonders im Blick.“ (Archivbild)

Die Finanzaufsicht Bafin betont: „Wir haben die Institute, die im Stresstest Auffälligkeiten zeigen, besonders im Blick.“ (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn

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