Gemeinsam krisenfest: Pädagogischer Fachtag in Ahlerstedt
120 Mitarbeitende der Ahlerstedter Schule und Kitas nahmen an dem Fachtag teil. Foto: Friede
Rund 120 Mitarbeitende aus Schule und Kitas beschäftigten sich mit Konflikten, Kommunikation und der Frage, wie man auch in schwierigen Momenten handlungsfähig bleibt.
Ahlerstedt. Was tun, wenn ein Gespräch mit Eltern angespannt ist, ein Kind heftig reagiert oder es im Team zu Konflikten kommt? Mit solchen Situationen beschäftigten sich jüngst rund 120 Mitarbeitende der GOBS Ahlerstedt und der vier evangelischen Kitas der Gemeinde: Ahrenswohlder Kinnerhus, Fuchsbau, Regenbogen und De Dörpskinner. Geleitet wurde der gemeinsame pädagogische Fachtag durch Örs Turoczy, aus dem Team von Raphael Kirsch von „einfach.krisenfest“.
Gleich zu Beginn machte Örs Turoczy deutlich, wie viel Zeit und Energie Konflikte im pädagogischen Alltag kosten können. „Wir haben eine veränderte Gesellschaft“, erklärt Josephine Friede, kommissarische Schulleiterin der Grund- und Oberschule (GOBS) Ahlerstedt. „Und Emotionen spielen in unserem Alltag eine große Rolle.“ Umso wichtiger sei es für die Fachkräfte, sich fortzubilden und handfeste Strategien zu erlernen, die dabei helfen, mit Konflikten umzugehen.
Gemeinsamer Weg: Kitas und Schule ziehen an einem Strang
In seinem Vortrag zeigte Örs Turoczy, dass oft schon einfache Veränderungen in der Kommunikation helfen: klar bleiben, das Gegenüber ernst nehmen und auch bei unterschiedlichen Sichtweisen wertschätzend miteinander sprechen. So könnten schwierige Situationen früher entschärft und Gespräche konstruktiver geführt werden. Im Mittelpunkt stand auch die eigene Reaktion auf Stress.

Örs Turoczy, aus dem Team von Raphael Kirsch „einfach.krisenfest“, leitete den Fachtag in Ahlerstedt. Foto: Friede
Die Teilnehmenden setzten sich auch damit auseinander, wie das Gehirn in belastenden Momenten arbeitet und was ihnen hilft, wieder handlungsfähig zu werden. An Beispielen aus Kita, Primar- und Sekundarbereich probierten sie unterschiedliche Wege aus, um auf herausforderndes Verhalten zu reagieren.
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Dass sich Schule und Kitas gemeinsam fortbilden, sei der guten Zusammenarbeit zu verdanken, die die Leitungen in den vergangenen Jahren intensiviert haben. „Im Sinne der Kontinuität ist es sinnvoll, wenn wir uns hier in Ahlerstedt auf die selben Grundsätze verständigen“, erklärt Friede, die sich über das positive Feedback aller fünf Einrichtungen freut.
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