Großer Brand und Zusammenhalt: Zeitreise durch die Harsefelder Schulstraße
Ein Blick in die Historie der Schulstraße: Der Tischler und Drechsler Bockelmann war hier ansässig. Foto: Samtgemeindearchiv Harsefeld
Sie war Schulstandort und brannte fast ganz nieder: Die Schulstraße in Harsefeld hat eine spannende Historie. Einen lebhaften Einblick gibt Günter Kachmann am 5. November.
Harsefeld. Sie ist eine Straße voller Geschichte und zählt zu den ältesten im Flecken Harsefeld: Die Schulstraße wird am Donnerstag, 5. November, um 19 Uhr zum Gegenstand eines Bildervortrages von Foto-Experte Günter Kachmann.
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Der Abend bildet den Abschluss einer Reihe von Veranstaltungen, die das Samtgemeindearchiv Harsefeld anlässlich seines 40-jährigen Bestehens in diesem Jahr initiiert hat.
Nach dem Brand: Nachbarschaft baute Straße wieder auf
„Die Schulstraße hat noch heute eine funktionierende Nachbarschaft, mit vielen alt eingesessenen Harsefeldern“, sagt Günter Kachmann. In der letzten Ausgabe des Harsefelder Jahrbuchs Geschichte und Gegenwart, hatte er sich schon einmal mit der Schulstraße auseinandergesetzt. Auch sie war vom großen Brand 1799 betroffen: Bis zur heutigen Teichstraße war sie fast vollständig abgebrannt. Große Teile bauten die Eigentümer selbst wieder auf.

Ein Blick in die Historie der Schulstraße: Zu sehen sind landwirtschaftliche Betriebe in Höhe Zweirad Tobaben. Foto: Samtgemeindearchiv Harsefeld
„Die Bewohner der Schulstraße kannten und schätzten sich. Sie hielten über die Jahrzehnte zusammen“, fasst Kachmann seinen Eindruck der Nachbarschaft zusammen. In der Straße entstanden sechs holzverarbeitende Betriebe, fünf Lebensmittelläden, eine Schmiede, ein Feuerwehrhaus, ein Schuster, ein Friseur, ein Sattler, mehrere landwirtschaftliche Betriebe und vieles mehr.
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Ihren Namen erhielt sie durch den damaligen Standort der Schule: Im Jahr 1860 wurde hier eine neue Schule bezogen - aus der damaligen Dorfstraße wurde die Schulstraße. Weit über 100 Jahre bestand die Schule hier. Zwischendurch wurde sie sogar um zwei weitere Gebäude erweitert, irgendwann reichte der Platz nicht mehr aus und die Schule zog um.

Die Einfahrt zur Schulstraße in Höhe Friseur Wichels. Foto: Samtgemeindearchiv Harsefeld
Die kleine Zeitreise, zu der das Samtgemeindearchiv ins Don Camillo (Marktstraße 7) einlädt, ist kostenlos. Etwa 100 Personen können dem Vortrag von Günter Kachmann lauschen, der mittels historischer Bilder, Drohnenflug und KI-Animation durch die Geschichte der Schulstraße führt. „Kommen Sie mit zurück auf die Höfe, in die Häuser und Werkstätten und zu den Menschen, die dort wohnten“, so Kachmann.
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