AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Schifffahrt

Hamburger Frachter von Piraten angegriffen

Der Hamburger Mehrzweckfrachter Basilisk war zum Zeitpunkt des Überfalls in Richtung Norden unterwegs.

Der Hamburger Mehrzweckfrachter Basilisk war zum Zeitpunkt des Überfalls in Richtung Norden unterwegs. Foto: Dietmar Hasenpusch/dpa

Seit Jahren kommt es vor der somalischen Küste im Indischen Ozean immer wieder zu Piratenangriffen auf Handelsschiffe. Jetzt hat es den Hamburger Frachter „Basilisk“ erwischt.

Von dpa 24.05.2024, 18:00 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Rota/Hamburg. Piraten haben vor dem ostafrikanischen Land Somalia einen Hamburger Frachter gekapert. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der EU-Marineoperation Atalanta am Donnerstagabend im Indischen Ozean rund 700 Kilometer östlich von der somalischen Hauptstadt Mogadischu.

Ein in der Nähe patrouillierendes Kriegsschiff sei zu Hilfe geeilt und habe den unter liberianischer Flagge fahrenden Mehrzweckfrachter „Basilisk“ befreit. Die 17 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit, teilte die Atalanta-Einsatzführung im spanischen Rota mit. Ein Crewmitglied sei bei dem Angriff verletzt worden, befinde sich aber in stabilem Zustand.

Das rund 160 Meter lange Frachtschiff gehört zur Hamburger Minship-Reederei. Es war laut Atalanta-Führungskommando zum Zeitpunkt des Überfalls in Richtung Norden unterwegs. Marinesoldaten hätten sich nach Eintreffen des Kriegsschiffs von einem Helikopter aus auf den Frachter abgeseilt.

In dem Seegebiet kommt es häufiger zu Piratenangriffen. Seit 2008 patrouilliert dort eine multinationale Marinemission der EU, um die wichtige Schifffahrtsroute zu sichern.

Im Rahmen der EU-Mission „Atalanta“ hat die französische Marine 2009 vor der ostafrikanischen Küste elf mutmaßliche Piraten gefangen genommen.

Im Rahmen der EU-Mission „Atalanta“ hat die französische Marine 2009 vor der ostafrikanischen Küste elf mutmaßliche Piraten gefangen genommen. Foto: DB MoD France/dpa

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Ärzte: Krebs bei Papst hat nicht gestreut

Die Sorge um Leo war groß, die Ergebnisse der Gewebeproben wurden mit Spannung erwartet. Nun steht fest: Sein Lungenkrebs war lokal begrenzt. Eine weitere Therapie ist nicht nötig.

„Emmas“ größte Kontroversen und Kampagnen

Generationen vor #MeToo gründete Alice Schwarzer „Emma“. In den 50 Jahren ihres Bestehens hat die Zeitschrift Tabus gebrochen und feministische Anliegen in der Breite der Gesellschaft verankert.