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Schätzung der Obstbaubetriebe

Hitze und Trockenheit schmälern Apfelernte

Äpfel sind das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. (Archivbild)

Äpfel sind das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. (Archivbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

Hagel vernichtet teilweise die ganze Ernte, Trockenheit stresst die Bäume: Das sind keine guten Vorzeichen für die Apfelernte in diesem Jahr. Bei anderen Früchten sind Obstbaubetriebe optimistischer.

Von dpa 18.08.2026, 09:45 Uhr
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Wiesbaden. Hitze und Trockenheit schmälern die diesjährige Apfelernte in Deutschland. Mit rund 934.000 Tonnen werden Obstbaubetriebe nach eigener Einschätzung voraussichtlich fast 53.000 Tonnen weniger Äpfel ernten als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis einer ersten Schätzung aus dem Juli mit. 

Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird demnach voraussichtlich um fast 18 Prozent unterschritten. Infolge der Trockenheit fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben klein oder sind durch Sonnenbrand geschädigt. Bei einzelnen Obstbaubetrieben hat Hagel teilweise die gesamte Ernte vernichtet.

Die anhaltende Trockenheit setzt Obstbäumen zu. (Archivbild)

Die anhaltende Trockenheit setzt Obstbäumen zu. (Archivbild) Foto: Thomas Warnack/dpa

Dennoch bleiben Äpfel mit 32.700 Hektar Anbaufläche das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst hierzulande. Fast zwei Drittel (61,1 Prozent) dieser Flächen liegen in zwei Bundesländern: Baden-Württemberg (11.600 Hektar), dort vor allem in der Bodenseeregion, sowie Niedersachsen (8.400 Hektar), dort überwiegend im Alten Land. In diesen beiden Bundesländern werden mehr als zwei Drittel (66,6 Prozent) der heimischen Äpfel erzeugt.

Mehr Zuversicht für Pflaumenernte

Optimistischer fällt die Ernteschätzung für Pflaumen und Zwetschgen aus. Die Ernte wird mit gut 49.300 Tonnen voraussichtlich 11,5 Prozent höher ausfallen als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (44.200 Tonnen), aber 3,9 Prozent geringer als im besonders ertragreichen Vorjahr.

Pflaumen und Zwetschgen werden in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz angebaut. (Symbolbild)

Pflaumen und Zwetschgen werden in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz angebaut. (Symbolbild) Foto: Daniel Vogl/dpa

Für diese Früchte liegen die größten Anbauflächen in Baden-Württemberg (1.700 Hektar) und in Rheinland-Pfalz (900 Hektar). Die Ernteerwartungen sind in den beiden Bundesländern gegensätzlich: In Baden-Württemberg erwarten die Betriebe mit 24.100 Tonnen fast 38 Prozent mehr Früchte als im zehnjährigen Durchschnitt. Dagegen stellen sich die Obstbauern in Rheinland-Pfalz mit 9.900 Tonnen auf eine unterdurchschnittliche Pflaumen- und Zwetschgenernte ein, rund acht Prozent unter dem Zehnjahresschnitt.

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