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Von Teichen aus

Besitz verboten: Nadelkraut breitet sich im Norden aus

Nadelkraut ist eine invasive Pflanze und breitet sich in Schleswig-Holstein aus. (Archivbild)

Nadelkraut ist eine invasive Pflanze und breitet sich in Schleswig-Holstein aus. (Archivbild) Foto: Lars David Möller, HLNUG/dpa

Jetzt ist der Verkauf und Besitz der Pflanze europaweit verboten, weil sie andere Arten verdrängt. Wo Nadelkraut im Norden vorkommt.

Von dpa 22.09.2026, 06:55 Uhr
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Kiel. Das invasive Nadelkraut breitet sich zunehmend auch in Schleswig-Holstein aus. Das Landesamt für Umwelt (LfU) warnt in diesem Zusammenhang vor „erheblichen negativen Auswirkungen auf einheimische Arten und wertvolle Lebensräume“.

Das invasive Nadelkraut stammt ursprünglich aus Australien und Neuseeland. Die Pflanze ist einjährig, verzweigt sich stark und kann eine Höhe von 12 Zentimetern erreichen. Die meist nur 3 bis 8 Millimeter langen Blätter sind eher länglich, flach, leicht fleischig und haben eine kleine Spitze am Ende.

Seit 2025 gilt das Nadelkraut in der Europäischen Union als „invasive gebietsfremde Art unionsweiter Bedeutung“. Der Handel und Besitz der Pflanze sind seitdem verboten. Deshalb kann die früher häufig im Gartenhandel vertriebene Art heute nicht mehr für das Aquarium oder den Gartenteich erworben werden.

Dichte Polster an Gewässerufern und auf Sand

Nadelkraut bildet dichte Polster an Gewässerufern, überwächst alle offenen Schlamm- oder Sandflächen und verdrängt alle niedrig wachsenden Pflanzen. Da es auch auf Sand wächst, gefährdet es die besonders seltenen und gesetzlich streng geschützten Lebensraumtypen der feuchten Dünentäler, beispielsweise auf Sylt und Amrum.

Nach Funden auf dem Festland und auf der Nordseeinsel Föhr sei das Nadelkraut (lateinischer Name: Crassula helmsii) jetzt auch auf der Insel Amrum nachgewiesen worden, erklärt das LfU.

Neben der Beseitigung bestehender Pflanzen sei die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung das wichtigste Ziel. Die Naturschutzbehörden bitten Bürgerinnen und Bürger, alle Verdachtsfälle zu melden. Pflanzenteile würden auch an Schuhen oder Werkzeug haften bleiben, so könne sich die Pflanze weiter ausbreiten.

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