Krätze im Gesundheitszentrum ausgebrochen
Der Landkreis Aurich hat Maßnahmen nach Krätzefällen im Regionalen Gesundheitszentrum Norden ergriffen. (Archivbild) Foto: Sina Schuldt/dpa
Im früheren Krankenhaus in Norden in Niedersachsen haben sich mehrere Menschen mit Krätze angesteckt. Der Landkreis reagiert.
Norden. Im Regionalen Gesundheitszentrum im ostfriesischen Norden sind mehrere Fälle von Krätze aufgetreten. Wie ein Sprecher des Landkreises Aurich mitteilte, war zuvor ein Patient mit bekannter Krätze - medizinisch Skabies - aufgenommen worden. Daraufhin zeigten sich bei mehreren Personen unklare Hautausschläge. Bislang sei bei vier Personen der Verdacht bei hautärztlichen Untersuchungen bestätigt worden. Weitere Untersuchungen durch Dermatologen seien auf den Weg gebracht.
Zuvor hatte die „Nordwest-Zeitung“ berichtet. Informationen der Zeitung zufolge sind mehr als zehn Menschen betroffen, darunter auch mehrere Mitarbeiter. Bei dem Regionalen Gesundheitszentrum handelt es sich um das frühere Krankenhaus der Stadt.
Hygiene- und Schutzmaßnahmen
Der Landkreis habe die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Neben der Einleitung einer entsprechenden Behandlung gebe es auch Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Dazu gehöre unter anderem das Tragen von langarmigen Schutzkitteln und Handschuhen.
Krätze ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch Milben verursacht wird. Die Übertragung erfolge vor allem durch länger andauernden direkten Hautkontakt, erläuterte der Sprecher des Landkreises. Typisch sei ein ausgeprägter, häufig nachts stärker werdender Juckreiz sowie kleine gerötete Knötchen, Bläschen oder feine Milbengänge.
Betroffen seien häufig die Bereiche zwischen den Fingern, die Handgelenke, Achseln, Leisten oder Knöchel. Bei Verdachtsfällen sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Krätze sei zwar unangenehm, aber gut behandelbar, hieß es weiter. Es gebe wirksame Cremes oder Tabletten.