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Kino

Künstliche Bilder, leere Säle: KI-Film floppt in China

Ein chinesischer KI-Film lockt nur wenige Zuschauer ins Kino. (Archivbild)

Ein chinesischer KI-Film lockt nur wenige Zuschauer ins Kino. (Archivbild) Foto: Fabian Sommer/dpa

Ein chinesischer Kinofilm setzt ganz auf künstlich erzeugte Bilder. Doch die Zuschauer bleiben weitgehend aus. Die Produzenten sehen ihr Werk als Experiment.

Von dpa 05.11.2026, 08:30 Uhr
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Peking. Ein als Chinas erster KI-Kinofilm beworbener Science-Fiction-Streifen ist an den Kinokassen gefloppt. „Sanxingdui: Future Past“ spielte laut einer Auswertungsplattform für Kinoeinnahmen seit seinem Start am 23. Oktober lediglich rund 1,7 Millionen Yuan (etwa 230.000 Euro) ein. 

In dem rund 100 Minuten langen Film gerät die Menschheit ausgerechnet durch ihre Abhängigkeit von KI in eine Krise. Hinweise auf einen Ausweg stecken in rätselhaften, jahrtausendealten Zeichen aus China. Sämtliche Bilder und ein Teil des Tons sind nach Angaben der Macher KI-generiert. Die kreativen Entscheidungen traf jedoch ein menschliches Team.

Steife Gesichter statt großer Gefühle

In Online-Bewertungen bemängelten die wenigen Zuschauer unter anderem steife Gesichtsausdrücke, unstimmige Bewegungen und eine schwer nachvollziehbare Handlung. Ein Besucher störte sich etwa daran, dass die Gesichter mal glattgebügelt, mal deutlich rauer wirkten.

Von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua war der Film zum Kinostart noch als technischer Fortschritt vorgestellt worden. Der Bericht hob positive Reaktionen von Branchenvertretern und Zuschauern einer Sondervorführung hervor und schilderte, wie KI die alte chinesische Kultur auf der Leinwand zum Leben erwecke. Doch ein breiteres Publikum ließ sich offenbar nicht von dem KI-Streifen überzeugen. 

Produzenten sprechen von einem Experiment

Die Produzenten erklärten bereits vor dem Kinostart im Interview mit „Beijing News“, sie hätten von Anfang an keine großen Kinoeinnahmen erwartet. Es sei darum gegangen, neue Möglichkeiten der Filmherstellung auszuprobieren. Zweieinhalb Jahre habe die Arbeit gedauert, immer wieder seien Bilder überarbeitet worden. Die KI entwickle sich allerdings schneller, als ein Film fertig werde. Auf der Leinwand sei deshalb der technische Stand von einigen Monaten zuvor zu sehen.

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