Mann verschläft Ausstieg und legt Zugverkehr lahm
Ein Mann ist im Metronom nach Hamburg eingeschlafen und dann mit in den Abstellbereich gefahren. (Illustration) Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Dass man im Zug seinen Halt zum Aussteigen verschläft, kann schon mal vorkommen. Dass man danach aber den Zugverkehr stoppt, geschieht eher selten. Einem 32-Jährigen ist das in Hamburg passiert.
Hamburg. Wegen eines im Zug eingeschlafenen Mannes ist der Bahnverkehr im Hamburger Hauptbahnhof kurzzeitig gestoppt worden. Der 32-Jährige war in der Nacht zum Dienstag eingeschlafen und ließ sich auch vom Zugpersonal nicht aufwecken, wie die Bundespolizei mitteilte. Er verpasste deshalb den Halt in Hamburg und fuhr bis in die sogenannte Abstellgruppe mit. Als er dort wach wurde, stieg er direkt aus und lief über die Gleise zurück zum Hauptbahnhof. Der Lokführer bemerkte das und alarmierte sofort die Bundespolizei, die unmittelbar einen gerade einfahrenden ICE stoppte.
Der „Gleisläufer“ hatte zwischenzeitlich den Bahnhof erreicht. Er konnte durch eine Streife von Landes- und Bundespolizei angehalten und auf die lebensgefährliche Situation hingewiesen werden. Gegen den 32-Jährigen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Er erhielt für den Tag einen Platzverweis für den Hauptbahnhof.