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Krieg gegen die Ukraine

Angriff an Putins Geburtstag - viele Tote in der Ukraine

In Pryluky wurde ein fünfstöckiges Wohnhaus getroffen.

In Pryluky wurde ein fünfstöckiges Wohnhaus getroffen. Foto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

Es wird kälter, und Kiew rechnet erneut mit schweren russischen Attacken auf die ukrainische Energieversorgung. Ein erster kombinierter Luftangriff fällt auf einen besonderen Tag für Moskau.

Von dpa 07.10.2026, 15:15 Uhr
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Kiew. Russland hat die Ukraine erstmals in diesem Herbst mit einem der gefürchteten kombinierten Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen überzogen. Die Ukraine hatte danach viele Tote, Dutzende Verletzte und schwere Schäden zu beklagen. 

Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens 18 Menschen getötet und 55 weitere verletzt, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Unter den Toten waren nach diesen Angaben auch vier Kinder, fünf Kinder wurden verletzt. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet. 

Aus Krementschuk wurden 34 Verletzte nach einem russischen Drohnenangriff gemeldet. In der zentralen Oblast Kirowohrad starben zwei Menschen bei einem Angriff auf einen nicht näher beschriebenen Betrieb, wie die Behörden mitteilten. Drei Menschen seien dabei verletzt worden.

Selenskyj: Angriff „Geburtstagsgeschenk für Putin“ 

Selenskyj nannte den Angriff ein „Geburtstagsgeschenk für Putin“. Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine befohlen hat, wurde am Mittwoch 74 Jahre alt. Das Datum fällt zusammen mit dem 20. Todestag der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja, die 2006 in Moskau ermordet wurde.

Hauptziel der russischen Angriffe sei die Energieinfrastruktur gewesen, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Die Ukraine befürchtet, dass Russland wie in den vergangenen Wintern darauf zielt, die Energieversorgung lahmzulegen. Das russische Militär sprach in Moskau von Angriffen auf Produktionsstätten des Raketen- und Drohnenbauers Fire Point in Kiew und anderen Städten.

Viele Explosionen in Kiew

Die ukrainische Hauptstadt war den Angaben zufolge ein Schwerpunkt des massiven Luftangriffs. In den frühen Morgenstunden waren viele Explosionen zu hören, wie das Portal „Kyiv Independent“ berichtete. „Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut“, sagte ein Reporter. 

Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden. Im Stadtbezirk Obolon seien Gebäude getroffen worden, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podil seien Lagerhallen getroffen wurden. Solche Angaben werden bewusst vage gehalten. 

Selenskyj: 70 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert

Nach Selenskyjs Angaben setzten die russischen Streitkräfte 70 ballistische Raketen und Marschflugkörper verschiedener Typen ein. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, 39 davon seien abgefangen worden. Auch die Industriestädte Dnipro und Saporischschja wurden demnach massiv beschossen. Tote wurden auch aus der Stadt Olexandrija in der Zentralukraine gemeldet. 

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen eine Invasion der russischen Streitkräfte. Selenskyj sprach von Gegenangriffen auf russische Ölanlagen und andere Ziele in Perm, Samara und Astrachan. Er veröffentlichte auf X das Video eines Öltankers auf dem Schwarzen Meer vor Sotschi, der am Vortag in Brand geraten worden war.

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