Planungen konkretisieren sich: Rettungswachen werden 2022 gebaut
Landrat Michael Roesberg, Kreisbaurätin Madeleine Pönitz (rechts) und die für das beim Landkreis Stade für das Rettungswesen zuständige Dezernentin Nicole Streitz am Bauplatz für die neue Drochterser Rettungswache an der Aschhorner Straße.
Die Planungen des Landkreises Stade für neue Rettungswachen in Drochtersen, Guderhandviertel und Harsefeld konkretisieren sich. Die Grundstücke sind inzwischen erworben. Gebaut werden soll im nächsten Jahr. Der Landkreis investiert dafür zehn Millionen Euro.
Die Planungen des Landkreises Stade für neue Rettungswachen in Drochtersen, Guderhandviertel und Harsefeld konkretisieren sich. Die Grundstücke wurden inzwischen erworben. Die Gemeinden haben entsprechende Bebauungspläne verabschiedet, und ein mit Rettungswachen erfahrenes Architektenbüro ist seitens des Landkreises beauftragt. „Ende des Jahres werden sich der Bauausschuss sowie der Ausschuss für Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten mit dem Thema erneut beschäftigen. Der Bau der Wachen erfolgt im Laufe des Jahres 2022“, so Landrat Michael Roesberg. Die Investitionen sind mit über zehn Millionen Euro veranschlagt.
Die bisherige Rettungswache Horneburg (Marschdamm) wird als Rettungswache Altes Land nach Guderhandviertel (Dollerner Straße) verlegt. Den Südwesten des Landkreises Stade deckt künftig die neue Rettungswache Harsefeld ab, für die ein Grundstück Im Sande gesichert werden konnte. Die Rettungswache Bargstedt wird aufgelöst. Der Drochterser Neubau entsteht an der Aschhorner Straße (bisher Gauensieker Straße).
Die Entscheidung des Landkreises Stade, die beiden Wachen zu verlegen, beruht auf den Ergebnissen eines Rettungsdienstgutachtens. Für einen späteren Zeitpunkt ist auch der Neubau einer Rettungswache in Stade gegenüber der Feuerwehrtechnischen Zentrale am Ohle Kamp in Wiepenkathen geplant, also in unmittelbarer Nachbarschaft zum heutigen Standort.
Auftrag an Architekturbüro aus Nordenham erteilt
Kreisbaurätin Madeleine Pönitz: „Anfang Juni konnte einem Architekturbüro aus Nordenham der Auftrag erteilt werden. Das Büro hat bereits Erfahrungen im Bereich Rettungswachen-Bau.“ Die Fachplanungen für Haustechnik und Elektrotechnik würden vom Amt für Gebäudewirtschaft des Landkreises Stade erstellt. Ob eine parallele Ausführung möglich oder eine zeitversetzte Terminplanung für die drei Standorte erforderlich ist, stehe noch nicht fest, so Pönitz. Die Bauarbeiten werden aber weitestgehend 2022 erfolgen. Zumindest mit der Fertigstellung der ersten Wache wird 2022 gerechnet.
Unberührt von den Neubauplänen bleiben die Standorte Freiburg, Himmelpforten und Buxtehude. Die Gesamtzahl der Rettungswachen, von denen zurzeit acht vom Deutschen Roten Kreuz, in Stade in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe, und eine von der Firma Gard/Falck in Buxtehude besetzt werden, bleibt unverändert bei neun.
Alle Kommunen, in denen Rettungswachen vorhanden sind, sind mit mindestens einem Rettungstransportwagen (insgesamt 11 RTW) ausgestattet, die eine 24-Stunden-Hilfe im gesamten Kreis Stade gewährleisten. (kw)
Die Ausstattung der Wachen
Alle drei Wachen werden weitgehend baugleich geplant: - Fahrzeughalle für zwei Rettungswagen, Bruttogrundfläche rund 125 Quadratmeter
- Büro-/ Sozial-/ Lager-(etc.) Gebäudeteil, Bruttogrundfläche rund 345 Quadratmeter. Dort sind Ruheräume, Aufenthaltsraum, WCs, Umkleiden, Büros, Lager-, Material- und Desinfektionsräume untergebracht.
- Die Rettungswachen sind ebenerdig angeordnet. Die Halle wird in Massivbauweise mit Vorhangfassade geplant, das Sozialgebäude in Massivbauweise mit Klinkerfassade. Die Flachdächer werden begrünt.
- An zwei Standorten ist mit einer Tiefgründung entsprechend den Bodenverhältnissen zu rechnen.
- Die Rettungswachen erfüllen die Forderungen der entsprechenden DIN 13049 und bieten den Besatzungen von zwei Rettungswagen und zusätzlichen Mitarbeitern der Rettungsdienstbeauftragten einen barrierefreien und modernen Arbeitsplatz.