Klimawandel

R+V Versicherung muss mehr für Elementarschäden zahlen

Die R+V Versicherung übertrifft 2024 das Vorjahresergebnis deutlich (Archivbild).

Die R+V Versicherung übertrifft 2024 das Vorjahresergebnis deutlich (Archivbild). Foto: Andreas Arnold/dpa

Hochwasser und Starkregen: Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch für Versicherer 2024 deutlich zu spüren gewesen. Die R+V Versicherung stellt ihre Jahresbilanz vor.

Von dpa 31.03.2025, 12:40 Uhr

Wiesbaden. Bei Schäden durch Naturgefahren hält nach einer Bilanz der Wiesbadener R+V Versicherung der steigende Trend an. Zwar blieben im zurückliegenden Geschäftsjahr schwere Großereignisse wie die Ahrtalflut aus. Aber auch in einem durchschnittlichen Schadensjahr sei ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen, teilte die Versicherung zur Vorstellung der Jahresbilanz 2024 mit. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich zu spüren.“ 

Das Geschäftsjahr 2024 sei in Bezug auf Elementarschäden vor allem von kleineren und mittleren Ereignissen geprägt gewesen, erläuterte die R+V. Das Schadenvolumen in der Elementarschadenversicherung belief sich 2024 auf 442 Millionen Euro nach 391 Millionen Euro im Jahr zuvor. Vorstandsmitglied Klaus Endres nannte als Beispiel für ein größeres Schadensereignis im vergangenen Jahr das Hochwasser infolge von Starkregen in Bayern und in Baden-Württemberg im Frühsommer.

Der gesamte Schadenaufwand in der Schaden- und Unfallversicherung habe sich wegen der weiterhin hohen Inflation um 3,9 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro erhöht. Die steigenden Kosten für Reparaturen und Ersatzteile seien vor allem in der größten Sparte, der Kfz-Versicherung, spürbar, erläuterte die Versicherung.

Die R+V beendete das Geschäftsjahr 2024 mit einem Konzernergebnis vor Steuern von 1,3 Milliarden Euro. Dank eines guten Kapitalanlageergebnisses sei das Vorjahresergebnis (933 Mio. Euro) deutlich übertroffen worden, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Norbert Rollinger. Bei den Beitragseinnahmen erhöhte sich das inländische Erstversicherungsgeschäft um 2,8 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 720 auf 18.392. Die R+V Versicherung gehört zur DZ-Bank-Gruppe.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Tesla verfehlt Gewinnerwartung der Wall Street

Laut Elon Musk liegt die Zukunft von Tesla in Robotern und Robotaxis. Aktuell lebt die Firma jedoch vom Autoverkauf. Dieses Geschäft lief zuletzt wieder besser. Doch Anleger erwarteten mehr Gewinn.

Google-Mutter Alphabet übertrifft Erwartungen

Neue Rivalen forderten Google mit Künstlicher Intelligenz heraus. Doch der Internet-Riese ist erfolgreich mit eigenen KI-Funktionen in seiner Suchmaschine. Zudem wächst das Cloud-Geschäft rasant.

Höhere Schienenmaut für Personenverkehr

Mit Trassenpreisen zahlen Verkehrsunternehmen für die Nutzung des Schienennetzes. Dem EuGH zufolge wurden sie bisher falsch berechnet. Nun drohen spürbare Folgen für Verkehrsunternehmen und Fahrgäste.

Porsche-Aufsichtsrat unterstützt Sparpaket

Seit Monaten laufen bei Porsche Verhandlungen über ein weiteres Sparpaket. Nun hat sich der Aufsichtsrat mit dem aktuellen Stand befasst - und seine Unterstützung zugesagt. Das ist bisher bekannt

Mehr Menschen mit Schwerbehinderung in Jobs

Die Zahl der Behinderten in Arbeit ist gestiegen - aber immer noch zu gering. Viele Betriebe erfüllen ihre Verpflichtung zur Einstellung nicht. Dabei sind Schwerbehinderte oft gut ausgebildet.