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Schulen

Rechtschreibfehler-Zählen entfällt für Lehrkräfte im Norden

Eine Schülerin einer Grundschule soll konjugiert Verben in ihr Heft schreiben.

Eine Schülerin einer Grundschule soll konjugiert Verben in ihr Heft schreiben. Foto: Sebastian Gollnow/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Symbolbild

Machen Schülerinnen und Schüler Rechtschreibfehler, sinkt die Schulnote. Dabei spielt es keine Rolle, wie schwierig die aufgeschriebenen Wörter sind. Das soll sich nun ändern.

Von dpa 09.04.2024, 16:45 Uhr
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Kiel. Im Deutsch-Unterricht ist für Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein ab kommendem Schuljahr nicht mehr die Anzahl der Rechtschreibfehler entscheidend. Zum Schuljahr 2024/2025 entfällt der sogenannte Fehlerquotient zur Bewertung der Rechtschreibkompetenzen. „Unabhängig davon bleibt die Bewertung der Rechtschreibung und Zeichensetzung weiterhin wichtiger Bestandteil der Note“, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag. „Die Vermittlung von Rechtschreib- und Zeichensetzungskompetenz bleibt weiterhin zentral.“ Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet.

Bislang erhalten Schülerinnen und Schüler beispielsweise nur noch die Note 2, wenn sie einen Rechtschreibfehler auf 149 Wörter machen. Ist es einer auf 99 Wörter, gibt es nur noch die Note 3.

„Didaktisch ist der Wegfall des überkommenen Fehlerquotienten durchaus sinnvoll, weil die Schülerinnen und Schüler zukünftig eine qualitative Rückmeldung erhalten über Fehlerschwerpunkte und über die Systematik ihrer Fehler“, sagte Prien. Zudem könnten Lehrkräfte gerechter die Rechtschreibkompetenzen bewerten. „Basis ist ein differenzierter Analysebogen, den das Ministerium aktuell entwickelt und den Lehrkräften zum neuen Schuljahr zur Verfügung stellt. Also: Differenzierte Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler statt bloßes Fehlerzählen.“

Nach Angaben des Bildungsministeriums ist Schleswig-Holstein neben Hessen aktuell ohnehin das einzige Bundesland, das überhaupt noch einen Fehlerquotienten zur Bewertung der Rechtschreibkompetenz verwendet. Hintergrund ist eine bundesweite Vereinheitlichung der Prüfungsbedingungen.

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