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Neues Unternehmen

Varta Consumer Batteries geht eigenständig an den Start

Die Haushaltsbatterien-Sparte von Varta löst sich vom Mutterkonzern. (Archivbild)

Die Haushaltsbatterien-Sparte von Varta löst sich vom Mutterkonzern. (Archivbild) Foto: Marijan Murat/dpa

Nach der Abspaltung setzt Varta Consumer Batteries auf ein stabiles Geschäft und kündigt Investitionen in den Standort Dischingen an.

Von dpa 08.10.2026, 14:00 Uhr
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Dischingen/Ellwangen. Der Bereich Haushaltsbatterien der insolventen Varta-Gruppe firmiert künftig wieder als eigenständiges Unternehmen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Herauslösung des wirtschaftlich erfolgreichen Consumer-Geschäfts aus der Varta AG Gruppe genehmigt, teilte das Unternehmen mit. Alle rund 990 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, bei der Abspaltung sei kein Personalabbau vorgesehen. 

Der zentrale Produktionsstandort für Haushaltsbatterien befindet sich in Dischingen in Baden-Württemberg. Dort läuft die Produktion im Dreischichtbetrieb. Zum Angebot zählen neben Haushaltsbatterien unter anderem Knopfzellen, Akkus, Hörgerätebatterien, Powerbanks, Ladegeräte, Leuchten und Ladezubehör. 

Der Geschäftsführer der neuen Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA, Mark Munz, sagte, der Geschäftsbereich sei stabil und bei Kunden und Geschäftspartnern gut positioniert. „Vorbehaltlich der weiteren Marktentwicklung ist die wachstumsorientierte Fortführung der erfolgreichen Geschäfte als eigenständiges Unternehmen, wie es bereits in der Vergangenheit der Fall war, unternehmerisch logisch und schafft Sicherheit für die Mitarbeitenden sowie Vorteile für Deutschland und die Region insgesamt.“

Varta-Gläubiger unterstützen Abspaltung

Das Unternehmen kündigte Investitionen in den Standort Dischingen an. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt. Im Vorfeld der Herauslösung hatten die Hauptfinanzierer der früheren Varta AG Gruppe den Übergang des Bereichs Haushaltsbatterien in eine eigenständige Holdingstruktur unterstützt. Die sogenannte Ad-hoc-Gläubigergruppe gehören die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox an.

Das neue Unternehmen sieht Wachstumspotenzial für seine Produkte. Bis zunächst 2029 rechne man mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent; trotz weltweit bereits gut erschlossener Batteriemärkte. Ein Schwerpunkt der Wachstumsstrategie liege auf europäischen Märkten. Zusätzliches Potenzial gebe es auch in Südamerika, Asien und Kanada. In Südostasien und Südamerika wurden bereits erste Geschäftsbeziehungen aufgebaut, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Die Varta AG Gruppe aus dem schwäbischen Ellwangen hatte Mitte Juli nach eigenen Angaben zunächst für die Varta AG als Konzernmuttergesellschaft sowie drei weitere Einheiten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Der Geschäftsbereich mit den Haushaltsbatterien war davon nicht betroffen. Zunächst befanden sich die vier Einheiten im klassischen vorläufigen Insolvenzverfahren.

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