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Sturm, Hagel, Überschwemmungen

Versicherer erwarten eher niedrige Naturkatastrophenschäden

Eine „Superzelle“ kündigt ein drohendes Unwetter an, hier im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. (Symbolbild)

Eine „Superzelle“ kündigt ein drohendes Unwetter an, hier im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. (Symbolbild) Foto: Alexander Wolf/onw-images/dpa

Hitze und Trockenheit haben den Klimawandel wieder zum größeren Thema gemacht. Die tatsächlichen Naturkatastrophenschäden sind bisher unterdurchschnittlich. Glück gehabt, sagen die Versicherer.

Von dpa 01.09.2026, 04:05 Uhr
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Berlin. Dank ausgebliebener schwerer Winterstürme erwarten die deutschen Versicherer in diesem Jahr unterdurchschnittliche Schäden durch Naturkatastrophen. Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmung verursachten im ersten Halbjahr Schäden von rund 950 Millionen Euro, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mitteilte. Für das ganze Jahr geht der Verband von zwei Milliarden Euro aus. Das wäre über eine Milliarde Euro weniger als in einem durchschnittlichen Jahr. Voraussetzung ist aber, dass es auch bis Jahresende keine größeren Katastrophen gibt. 

GDV: Niedrige Schäden waren Glück 

Das bedeutet jedoch nach Einschätzung der Versicherer keineswegs, dass es den Klimawandel nicht gäbe. „Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück“, sagte Jörg Asmussen, der Hauptgeschäftsführer des GDV. Denn in der längerfristigen Statistik haben die durch steigende Temperaturen bedingten Wetterextreme und damit auch die Schäden zugenommen. 

Langfristig mehr Naturkatastrophenschäden 

Im Zehn-Jahres-Durchschnitt haben laut GDV allein Starkregen, Überschwemmung und Rückstau jährliche Schäden von 2,4 Milliarden Euro an und in Häusern, Wohnungen und Unternehmen angerichtet. Von 2000 bis 2009 hatten die durchschnittlichen Schäden demnach mit rund 1,4 Milliarden Euro noch erheblich niedriger gelegen. „Auch dieser Hitzesommer mit Temperaturrekord zeigt, dass der Klimawandel weiter voranschreitet“, sagte Asmussen. „Einzelne Unwetter können jederzeit hohe Schäden verursachen.“ 

Die Statistik des GDV erfasst nur die versicherten Schäden. So müssen zwar alle Häuser in Deutschland im Rahmen der vorgeschriebenen Gebäudeversicherung gegen Sturm und Hagel versichert sein, nicht jedoch gegen Überschwemmung und andere sogenannte Elementarschäden. Aktuell sind laut GDV 59 Prozent der Wohnhäuser gegen Elementargefahren wie Überschwemmung oder Starkregen abgesichert.

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