„Willkommen im Leben“: Thioune-Appell an Werder-Fans
Werder Bremens Trainer Daniel Thioune. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Bei Werder Bremen ist die Stimmung schon vor dem ersten Saison-Heimspiel schlecht. Trainer Thioune verteidigt aber den Kader und die Transferpolitik.
Bremen. Trainer Daniel Thioune von Werder Bremen hat vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig einen Appell an Fans und Medien gerichtet. „Geben Sie mir und der Mannschaft die Chance, es allen zu zeigen. Ich merke auch, wie kritisch gerade alles ist“, sagte der 52-Jährige bei der Pressekonferenz zu dieser Partie (Samstag, 15.30 Uhr/Sky).
Hintergrund ist die schlechte Stimmung, die gerade in Bremen herrscht. Das erste Saisonspiel in Freiburg ging mit 1:4 verloren. Mittelfeldspieler Jens Stage und Stürmer Justin Njinmah verletzten sich in der vergangenen Woche jeweils schwer. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz steht ebenfalls in der Kritik, weil die letzten Neuzugänge Arthur (Bayer Leverkusen), Moussa Ndiaye (RSC Anderlecht) und Youri Regeer (Ajax Amsterdam) erst in den letzten zwei Tagen der Transferfrist kamen und allesamt Leihspieler sind.
„Dass der Kader zu so einem späten Zeitpunkt erst steht, ist vielleicht nicht ganz so optimal. Aber er birgt die Chance, daraus etwas zu entwickeln“, sagte Thioune. „Wir haben gute Transfers getätigt von jungen, entwicklungsfähigen Spielern. Ich bin ein zuversichtlicher Mensch. Der Kader ist so ausgewogen aufgestellt, dass wir in der Lage sein sollten, unsere Ziele zu erreichen.“
Werders Trainer verwies auch auf die schwierige finanzielle Situation seines Vereins. „Wenn man nicht zu den Topvereinen der Liga gehört oder langfristig etwas aufgebaut hat, sondern aus einer schwierigen Saison kommt, dann muss man es so nehmen, wie es ist“, sagte er. „Das kann ich gerade ganz gut. Auch wenn ich mir einige Dinge vielleicht anders gewünscht hätte. Aber das ist kein Wunschkonzert. Willkommen im Leben!“