Kampf gegen Corona: Darauf kommt es jetzt an
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JM: OS hat Sie nicht direkt angesprochen, aber Sie fühlten sich so. Mich sprechen Sie direkt in diffamierender Weise an. Ich buche das unter „mangelnde (...)

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LANDKREIS. Das öffentliche Leben im Kreis Stade steht still. Keine Frage: Die Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, bedeuten erhebliche Einschränkungen für die Bürger. Aber sie greifen nur, wenn sich alle daran halten. Diese 15 Verhaltensregeln sollte jetzt jeder beherzigen.


1. Soziale Kontakte minimieren

"Social Distancing" (Soziale Distanzierung) ist die wichtigste Maßnahme, um das Virus an der Verbreitung zu hindern. Das bedeutet auch: kein gemeinsames Sporttreiben und keine gemeinschaftliche Treffen im Park oder zu Hause. Stattdessen auf Kommunikation per Telefon, Messenger-Dienste oder E-Mails zurückgreifen.

2. Zu Hause bleiben

Landrat Michael Roesberg hat vor einigen Tagen deutliche Worte an die Bevölkerung gerichtet: "Bleibt zu Hause!" Wer nicht zur Arbeit, dringende Besorgungen erledigen oder zum Arzt muss, sollte die heimischen vier Wände nicht verlassen. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist nach Angaben von Virologen unproblematisch - vorausgesetzt, man hält unterwegs den Sicherheitsabstand zu anderen Menschen ein (siehe Punkt 3).

3. Abstand halten

Ob in der Bahn oder im Supermarkt: Um andere und sich selbst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen, heißt es Abstand halten - mindestens einen, besser zwei Meter. 

4. Regelmäßig und gründlich Händewaschen

"Nach dem Klo und vor dem Essen: Händewaschen nicht vergessen!" lautet ein Merksatz, der Kindern mit auf den Weg gegeben wird. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist essenziell. Und das geht so: 


5. Auf Händeschütteln und Begrüßungsküsschen verzichten

Auch bei regelmäßiger und gründlicher Händehygiene gilt: Der Handschlag ist in Zeiten von Corona tabu. Beim Händeschütteln werden Erreger weitergegeben, nicht nur die neuartigen Coronaviren. Dasselbe gilt für das Begrüßungsküsschen oder die -umarmung. Inzwischen haben sich einige alternative Begrüßungsrituale entwickelt, zum Beispiel der "Wuhan-Shake" ("Fuß-Gruß") oder "Namaste" (Hände aneinander legen und eine Verbeugung andeuten).

6. Hygiene-Etikette einhalten

Gehustet und geniest wird in ein Taschentuch oder in die Armbeuge - nicht in die Hand oder in den Raum. Papiertaschentücher nach Gebrauch entsorgen.

7. Nicht ins Gesicht fassen

Nasen-, Mund- und Augenschleimhaut sind Eintrittspforten für Krankheitserreger. Etwa 400 bis 800 Mal fasst sich ein Mensch am Tag ins Gesicht. Deshalb: Finger weg!

8. Oma und Opa nicht besuchen

Auch wenn's den Enkeln schwer fällt: Auf Besuche der Großeltern sollten Familien verzichten. Ältere Menschen haben ein höheres Risiko, dass die Lungenkrankheit Covid-19 einen schweren Verlauf nimmt, insbesondere, wenn sie unter bestimmten Vorerkrankungen leiden (zum Beispiel Diabetes oder Asthma).

9. Öffentliche Verkehrsmittel meiden

Wer kann, verzichtet auf Bus und Bahn und steigt aufs Auto oder Fahrrad um - oder geht zu Fuß.

10. Nicht verreisen

Das Auswärtige Amt hat die seit vergangenem Dienstag geltende Warnung vor touristischen Auslandsreisen am Freitag bis Ende April verlängert. Aber auch Reisen innerhalb Deutschlands sollten unterbleiben. Die Nord- und Ostseeinseln können beispielsweise nicht mehr besucht werden, da sie für Touristen gesperrt sind.

11. Im Verdachtsfall nicht zum Arzt gehen

Wer typische SARS-CoV-2-Symptome wie Fieber, Halskratzen, gegebenenfalls auch Schnupfen oder Kurzatmigkeit, zeigt, nachdem er sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu einem nachweislich Erkrankten hatte, ruft seinen Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an (erreichbar unter der Telefonnummer 116 117). Reisende, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, und keine Krankheitsanzeichen zeigen, sollen sich 14 Tage in Quarantäne begeben.

12. Älteren und Risikogruppen Hilfe anbieten

Allerorten im Landkreis bieten Menschen Senioren und Personen, die sich in Quarantäne befinden, Unterstützung an. Beim ASC Cranz-Estebrügge hat sich zum Beispiel eine Gruppe zusammengefunden, die kranken und alten Menschen sowie denen, die in häuslicher Isolation sind, beim Erledigen von Einkäufen helfen will. Die Staderin Katharina Michalsky hat die Initiative „Corona Nachbarschaftshilfe Stade und Umgebung“ gegründet, die vor allem über Facebook nach freiwilligen Helfern sucht.

13. Behördlichen Anordnungen Folge leisten

Nur wenn sich alle an die Regelungen halten, kann die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius will gegen Bürger, die die Vorgaben missachten, konsequent vorgehen. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

14. Vorsicht vor Fake News

In den letzten Wochen kursierten des Öfteren Falschmeldungen zum Thema „Coronavirus“ im Internet, insbesondere in den Sozialen Netzwerken. Deshalb: kritisch bleiben, Informationen aus seriösen Quellen beziehen und keine Fake News verbreiten.

15. Keine Panik

Die Lage ist ernst, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer TV-Ansprache am vergangenen Mittwoch mitgeteilt hat. Dennoch ist es nicht hilfreich, in Panik zu verfallen. Besser: einen kühlen Kopf bewahren und die obigen Regeln gewissenhaft einhalten.

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Kommentare
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Heiko Söhl schrieb am 22.03.2020 18:24

JM: OS hat Sie nicht direkt angesprochen, aber Sie fühlten sich so. Mich sprechen Sie direkt in diffamierender Weise an. Ich buche das unter „mangelnde Erziehung“ ab.

Jochen Mextorf schrieb am 22.03.2020 17:15

HS > Ihnen passt er auch.

Heiko Söhl schrieb am 22.03.2020 17:02

OS und HK: richtig! JM: passt der Schuh etwa?

Jochen Mextorf schrieb am 22.03.2020 13:25

O.S. > Diffamierender Troll?

O. Schulz schrieb am 22.03.2020 13:04

HK: Erfreulich ist, das seit der Coronakrise in Berlin die führenden politischen Kräfte die Streitereien bei Seite gelegt haben und sich gemeinsam um unser Land kümmern. Wenn das in dieser schweren Zeit weiter geschieh bin ich mir sicher das die Bürger das bei der nächstent honorieren werden. Es gibt nun aber Mitbürger die fast alles negativ kommentieren, und auffälliger Weise keinen Vorschlag machen wie sie es besser machen würden. Kann sein das es bei dem einen oder anderen dem Alter/der Senilität geschuldet ist.

Heiko Kania schrieb am 22.03.2020 12:33

Und was wollen Sie - außer Jammern - damit sagen? ALLE Verantwortlichen, außer besserwissende Kommentatoren, im (deutschland- und weltweit) Gesundheitswesen arbeiten derzeit bis zum Umfallen auch an dieser Frage. Sie sollten diese Menschen aufmuntern, durchzuhalten und dies weiter zum Wohle aller zu tun und endlich aufhören, „Meinungsäußerungen“ dieser Qualität in der jetzigen Situation abzulassen.

Jochen Mextorf schrieb am 22.03.2020 12:12

"Niemand hat einen Überblick." DAS ist es.

Heiko Kania schrieb am 22.03.2020 11:35

JMs Vorwürfe an "die Politik" sind nicht neu, es gibt sie ja regelmäßig. Es wundert allerdings, dass er von „unsere[n] politischen Dilettanten“ schreibt. Schließlich bezeichnet er Wahlen als „Akt der politischen Selbsterniedrigung“, meint: er wählt „unsere Politiker“ nicht. Insofern darf er keinesfalls – wenn er unsere deutsche Politik meint – das besitzanzeigende Fürwort „unsere“ verwenden. Tatsächlich haben unsere Politiker in der Regel weder die Befugnis noch das Mandat dafür zu sorgen, „rechtzeitig für ausreichenden und zugänglichen Mundschutz (Apotheke) für das Volk“ zu sorgen. Das ist erst einmal Sache jedes einzelnen Unternehmens (Apothekers, Arztes), Krankenhauses etc. Es mag sein, dass bestimmte Lagervorschriften existieren aufgrund von Verwaltungsvorgaben. Und dann gibt es diese Situation: weltweit wollen alle zur selben Zeit das Gleiche haben (kaufen)… In der jetzigen Lage haben „unsere Politiker“ vergangene Woche tatsächlich 241 Mio Euro zusätzlich bewilligt, um zentral über das Beschaffungswesen der Bundeswehr „am Markt“ einzukaufen. ZITAT Zeit.de vom 21.03.2020": Warten auf die Masken - In Kliniken werden Schutzmasken knapp. Bundeswehr und Zoll schaffen heran, was sie bekommen können. Doch bislang weiß keiner genau, wie viele eigentlich benötigt werden. [...] In der Bundesregierung hat man die Hilferufe vernommen. Am Mittwoch verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, zehn Millionen Schutzmasken seien eingetroffen und könnten verteilt werden. Sein Ministerium teilt auf Nachfrage mit, die ersten Lieferungen mit medizinischen Schutzausrüstungen seien am Freitag aus Depots der Bundeswehr an die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Bundesländer gegangen. "Übers Wochenende sind weitere Lieferungen zu erwarten, sodass auch Schutzmasken so bald wie möglich über die Kassenärztlichen Vereinigung und die Bundesländer an die Praxen, die Pflegeheime und die Krankenhäuser verteilt werden können", sagt eine Sprecherin. Die Beschaffung des medizinischen Materials hatten das Verteidigungsministerium und das Finanzministerium übernommen. Beide Ministerien unterhalten große Beschaffungsämter. Die Bundeswehr und die Generalzolldirektion haben diverse Verträge mit Lieferanten geschlossen, von Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhen bis zu Masken und Schutzanzügen. Insgesamt liegt das Auftragsvolumen bisher bei 241 Millionen Euro. In diesen Lieferverträgen war dem Vernehmen nach auch die von Gesundheitsminister Spahn erwähnte Charge von zehn Millionen Masken enthalten. Die Angebote habe man vor allem bei deutschen Firmen, aber auch in Europa und weltweit eingeholt, sagt eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. "Wir müssen die natürlich prüfen und aussortieren, schließlich müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein und wir bekommen unheimlich viele unseriöse Angebote." Manche Dinge seien schwerer zu besorgen als andere, insgesamt aber laufe die Beschaffung sehr gut. Die Bundeswehr stellt auch die entsprechende Logistik, um das Material erst einmal zu lagern, daher werden die Waren bei Depots der Bundeswehr angeliefert. Das Gesundheitsministerium koordiniert dann die Verteilung. [...] Doch zwischen politischem Willen und praktischer Umsetzung klafft immer noch eine Lücke. Beispielsweise soll das Material nach "Dringlichkeit und tatsächlichem Bedarf" verteilt werden, wie ein Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft sagt. Was das allerdings konkret bedeutet, konnte bislang keiner sagen. Offenbar hat derzeit niemand einen Überblick darüber, welche Klinik und welche Praxis gerade wie viel Material benötigen.“ Was bitte können und sollen "unsere Politiker" in der jetzigen Situation tatsächlich besser / anders machen? WIR ALLE sind zu persönlicher Vorsorge aufgerufen. Das heißt zuvorderst: Befolgen der o.a. 15 einfachen Regeln. Jammern und Kritisieren hilft dabei niemandem. Das hat Zeit bis nach der Krise.

Jochen Mextorf schrieb am 22.03.2020 07:46

Warum haben die politischen Dilettanten nicht rechtzeitig Schutzmasken für das Volk vorgehalten? Nachdem sie eine Pandemie durchgespielt hatten?

Jochen Mextorf schrieb am 22.03.2020 07:36

Wenn unsere politischen Dilettanten rechtzeitig für ausreichenden und zugänglichen Mundschutz (Apotheke) für des Volk gesorgt hätten, würde man nicht dauernd den 2 m-Abstand predigen.

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