12.05.2017, 16:14
Mega-Frachter ist im Hafen vertäut

HAMBURG. Die „MOL Triumph“, die sich am Montagabend auf der Elbe am Landkreis vorbeigeschoben hat, ist das größte Frachtschiff, das jemals an einem Hamburger Kai festmachte. Für den gigantischen Frachter ist die Elbe zu flach und die Köhlbrandbrücke zu niedrig.

Von Eckart Gienke

Das 400 Meter lange und 59 Meter breite Schiff der japanischen Reederei Mitsui O.S.K. Lines könnte 20 170 Standardcontainer (TEU) transportieren – wenn der Hamburger Hafen nicht für große Schiffe so schlecht zu erreichen wäre. In der Realität wird die „MOL Triumph“ nur halb beladen sein. Mit der Vertiefung der Fahrrinne in der Elbe konnte bisher noch nicht begonnen werden, nach einem aufschiebenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Februar. In diesem Jahr werden die Bagger auch nicht mehr loslegen. So lange dauert es mindestens, bis Hamburg die Bedenken des Gerichts ausräumen kann, vielleicht auch deutlich länger. Die „MOL Triumph“ hat noch ein zweites Problem: Sie ist zu hoch, um unter der mächtigen Köhlbrandbrücke hindurchzufahren.

Deshalb kann sie ausgerechnet den modernsten, weitgehend automatisierten Umschlagterminal Altenwerder nicht ansteuern und muss ihre Ladung am Burchardkai löschen. Dort werden 6000 Container gelöscht und 3200 neu geladen, bevor es am Donnerstag, 18. Mai, wieder Richtung Asien geht. Am Burchardkai warten 13 Containerbrücken der neuesten Generation, deren Ausleger über die gesamte Breite eines Mega-Schiffs reichen. Allerdings geht viel Effizienz verloren.

Information

Vom Lühe-Anleger ist die MOL Triumph etwa 1,5 Stunden vorher zu sehen, also gegen 19.30 Uhr. Bewegte Videobilder von dem gigantischen Frachter sehen Sie morgen unter Tageblatt.de.

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