TA-Jugend des VfL Horneburg schreibt Geschichte
Der VfL feiert: Nach drei Punkten aus zwei Spielen ist Horneburg in der Bundesliga angekommen. Foto: Berlin
Die A-Jugend-Handballer des VfL Horneburg haben am Sonnabend Vereinsgeschichte geschrieben. Die Mannschaft von Trainer Stefan Hagedorn holte vor 100 Zuschauern mit 34:31 gegen die HSG Handball Lemgo den ersten Sieg in der Bundesliga.
Um kurz vor 21 Uhr ist es vollbracht. Der VfL setzt sich in einem nicht immer hochklassigen aber sehr spannenden Spiel gegen Lemgo durch. Horneburg trifft in der Jugend-Bundesliga auf Clubs wie zuletzt TuSEM Essen, jetzt Lemgo und nächste Woche den HSV Hamburg. Alles klangvolle Namen, Vereine mit viel mehr Möglichkeiten und viel professionelleren Strukturen. An diesem Sonnabend hat der VfL Horneburg gezeigt, dass er im Konzert der Großen die richtigen Töne trifft. „Die Punkte gegen Essen und Lemgo kann uns keiner mehr nehmen“, sagt Trainer Stefan Hagedorn. Nach drei Punkten aus zwei Spielen hat Horneburg bewiesen, dass es in die Bundesliga gehört. „Dass wir kein Betriebsunfall sind“, sagt der Coach.
Die Partie gegen Lemgo allerdings sieht viele Höhen und Tiefen. Der VfL gewinnt, obwohl „die Abwehr ein Torso“ war, beschreibt es der Trainer. Den Gästen gelingen viele einfache Tore über die Mitte oder den Kreis, weil der Mittelblock der Hausherren nicht zupackt und die Rückraumwerfer kaum attackiert.
Lemgos Abwehr ist schlichtweg überfordert
Das erste Bundesliga-Tor vor eigenem Publikum erzielt Colin Dorka zum 1:1. Der Rückraumspieler avanciert an diesem Tag zu einem der Matchwinner der Horneburger. Lemgos Abwehr ist schlichtweg überfordert mit den impulsiven Antritten und kraftvollen Zweikämpfen des Rechtshänders. Wie gewohnt in Torlaune präsentiert sich Ole Hagedorn. Er trifft elf Mal. In der zweiten Halbzeit stellt ihm Lemgos Trainer Maik Schulze permanent einen Abwehrspieler auf die Füße. Kjell Motzkus im VfL-Tor sagt nach dem Abpfiff selbst, dass er nicht seine beste Leistung abgerufen hat. Allerdings pariert der Schlussmann in engen Phasen des Spiels die wichtigen Bälle. „Das ist schon ein geiles Gefühl. Niemand hat mit solch einem Saisonstart gerechnet“, sagt Motzkus. Der VfL habe in jedem Spiel eine Chance. „Wir wollen das Bestmögliche herausholen und die Bundesliga einfach nur genießen“, sagt der Torwart.
Mit vier Toren führt der VfL in der ersten Halbzeit. Kurz vor dem Wechsel liegt Horneburg 16:17 hinten. Hagedorn trifft zum 17:17 kurz vor dem Halbzeitpfiff. Die zweite Hälfte steht bis in die Schlussphase Spitz auf Knopf. Der Trainer reagiert, bringt frisches Personal. Als Luca Credo kurz vor Schluss einen Dreher zum 33:30 versenkt, kennt der Jubel keine Grenzen.
Die Statistik
VfL Horneburg: Rodat, Motzkus, Aukschlat 2, Weiß 4, Gerkens 5, Credo 2, Hagedorn 11/davon 3 Siebenmeter, Meinke, Kleinknecht, Kortstegge, Kröger, Lüer, Dorka 7, Reinhardt 2
Nächstes Spiel: VfL Horneburg – HSV Hamburg (Sbd., 10. Oktober, 19.30 Uhr, Hermannstraße)