TUpstalsboom will Hotel am Bassenflether Strand betreiben
Blick auf die Visualisierung des geplanten Hotels in Twielenfleth. Visualisierung: TSSB architekten.ingenieure
Die Unternehmensgruppe Upstalsboom aus Emden will das an der Elbe in Twielenfleth geplante Hotel südlich des Bassenflether Strandes betreiben. Das hat Upstalsboom am Donnerstag dem TAGEBLATT bestätigt.
Das Alte Land habe als Urlaubsdestination „ein hohes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial“, sagt Udo Krause, Objektentwickler der Unternehmensgruppe. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Upstalsboom das Hotel betreiben würde“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Hollern-Twielenfleth, Timo Gerke. Die Gruppe passe mit ihrer Unternehmenskultur hervorragend ins Alte Land. Upstalsboom betreibt rund 70 Hotels und Ferienwohnanlagen an der Nord- und Ostseeküste und beschäftigt rund 750 Mitarbeiter. Das im Jahr 1976 gegründete Unternehmen wird in zweiter Generation von Bodo Janssen geführt, Manager und Autor einiger Bestseller zur Unternehmenskultur. Das FAZInstitut bezeichnete die Gruppe als Leuchtturmbeispiel in Sachen Mitarbeiterführung.
Gespräche mit potenziellen Investoren
Aktuell, sagen Upstalsboom-Manager Udo Krause und Bürgermeister Timo Gerke, laufen die Abstimmungsgespräche mit den potenziellen Investoren. Ob es zu einer Umsetzung des Projektes kommt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Sollte es zu einer Partnerschaft zwischen den Investoren und Upstalsboom kommen, wird das Projekt laut Gerke den Anwohnern auf einer eigenen Veranstaltung vorgestellt – bevor es erstmalig im Bau- und Wegeausschuss auf die Tagesordnung kommt. „Das habe ich den Anwohnern zugesagt“, betont der Bürgermeister.
Upstalsboomer Udo Krause sieht ein hohes, noch nicht ausgeschöpftes touristisches Potenzial im Alten Land. Die Elbe (Deich und Schifffahrt), die Nähe zu Hamburg und insbesondere die einzigartige vom Obstanbau geprägte alte Kulturlandschaft mache diese Urlaubsdestination „äußerst attraktiv“, vor allem für die urbane Bevölkerung. „Wir wollen keine Bettenburg, sondern ein Hotel, das sich in die Kulturlandschaft einbettet“, sagt der Objektentwickler. Weil das Hotel sich einpasse, würde sich Upstalsboom gerne in Twielenfleth „mit viel Herzblut“ einbringen.
Urlaub im Obstgarten
Für den Bau des Hotels mit 80 bis 100 Zimmern, Gastronomie, Café mit Garten, Wellness-Bereich und einer Bar mit Erlebnisdestillerie soll möglichst wenig Fläche versiegelt werden. „Wir wollen ein Erlebnis bieten“, so Krause. Idee: Urlaub im Obstgarten – in der Haupt- und in der Nebensaison. Obstbäume, insbesondere Hochstämme, sollen das Gelände prägen. Die Gemeinde hat, wie bereits berichtet, ein Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt, damit das Hotel im 3,5-Sterne-Niveau an der Straße „Am Deich“ in Twielenfleth zwischen den Hausnummern 50a und 51 errichtet werden kann – rund 50 Meter von Deich entfernt. 20 Millionen Euro sollen investiert werden. Im Frühjahr 2023 könnte die Eröffnung gefeiert werden – vorausgesetzt, dass die Nachbarn nach dem Satzungsbeschluss durch den Rat nicht gerichtlich gegen den B-Plan/Hotel vorgehen. Ihnen ist es zu groß, der Rat steht hinter den Plänen – einhellig. Auch der Tourismusverband Landkreis Stade befürwortet das Projekt und sieht den Bedarf für ein Hotel in dieser Größenordnung. www.upstalsboom.de