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Polizei und Rettungsdienst

Vatertagstouren: Das ist die Bilanz von Rettungsdienst und Polizei

Der Alkohol floss am Vatertag in Strömen. Foto Beneke

Der Alkohol floss am Vatertag in Strömen. Foto Beneke

Weil witterungsbedingt weniger Ausflügler unterwegs waren, fällt die Bilanz von Polizei und Rettungsdienst zum Vatertag vergleichsweise übersichtlich aus. Dennoch hatten die Einsatzkräfte einiges zu tun.

Von Daniel Beneke Freitag, 31.05.2019, 16:30 Uhr

„Traditionell spielte der Alkoholkonsum eine übergeordnete Rolle“, sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. 1500 Menschen kamen zur Party beim Gasthaus Plates Osteblick am Fähranleger in Gräpel. Mit steigendem Alkoholkonsum erhöhte sich am Nachmittag das Aggressionspotenzial. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war und Unterstützung bei einem vom Veranstalter beauftragten Sicherheitsdienst fand, verzeichnete etliche Auseinandersetzungen, Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen. „Größere Auseinandersetzungen konnten jedoch frühzeitig unterbunden werden“, sagt Bohmbach. Eine Anzeige wegen Körperverletzung liegt vor. Die Rettungsdienstbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes betreute einige Patienten, die zusammengebrochen waren. Die Feuerwehr Gräpel patrouillierte mit ihrem Boot auf der Oste, um die Veranstaltung wasserseitig abzusichern.

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150 Besucher ließen sich mit ihren Bollerwagen rund um den Lühe-Anleger nieder. Dort und am Elbstrand in Wisch stellte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft einen Sanitätsdienst. Von einem alkohol- und drogenbedingt zusammengebrochenen Mann abgesehen, der zur Behandlung ins Krankenhaus kam, war die Lage ruhig. In Bassenfleth am Elbstrand kamen zu Spitzenzeiten 400 Feiernde zusammen. Auch hier musste die Polizei nicht eingreifen.

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes mussten bis zum späten Abend 30 Mal zu Vatertagseinsätzen ausrücken. Hier waren vorwiegend Personen mit alkoholbedingten Ausfallerscheinungen und mit kleinen Verletzungen zu versorgen und zu transportieren.

Immer wieder mussten die Polizeibeamten aus den Dienststellen im Landkreis und die Verstärkung durch die Bereitschaftspolizei im Zusammenhang mit dem Zu- und Ablauf zu Vatertagsveranstaltungen tätig werden, wenn etwa alkoholisierte Gruppen auf stark befahrene Straßen liefen und anderen Passanten anpöbelten. Die Grundstücke an der Straße zum Fähranleger in Gräpel hatten die Veranstalter zuvor mit Bauzäunen geschützt, Anwohner und Vereine sicherten ihre Flächen unter anderem mit Absperrband.

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Vielerorts haben die Feiernden Verkehrseinrichtungen wie Leitpfosten und Ortsschilder gestohlen. Anwohner vor allem in der Oste-Region beschwerten sich, dass Gruppen junger Menschen durch ihre Gärten liefen, dort randalierten und urinierten. Einen Überblick über die angerichteten Sachbeschädigungen liegt bisher noch nicht vor. Die Anzeigen würden erfahrungsgemäß erst in den kommenden Tagen bei den Polizeidienststellen erstattet, sagt Bohmbach.

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