TSchützen eröffnen neue Schießanlage in Himmelpforten
Der Präsident des Bezirksschützenverbandes Stade, Jan Steffens, beim Eröffnungsschuss auf der Sportanlage. Lars Zimmermann, Präsident SV Himmelpforten, beobachtet die Situation. Foto: Rolf Brandt/BSV-Stade
Die Himmelpfortener Schützen haben ihre Kleinkaliberanlage umgebaut - mit viel Eigenleistung. Die Besonderheit: Die Anlage funktioniert mit zwei Anzeigearten und wird die Wettkämpfe spannender gestalten.
„Wenn man möchte, dass erfolgreiche Schützen erfolgreich bleiben oder noch erfolgreicher werden, dann muss man als Verein etwas tun.“ Mit diesem Satz eröffnete der Präsident des SV-Himmelpforten, Lars Zimmermann, die Präsentation der fertig umgebauten Kleinkaliberanlage in der Sportanlage in Himmelpforten.
Anlage vereint Tradition und Moderne
Umgebaut wurde die Anlage mit zusätzlichen elektronischen Trefferanzeigen. Eine Besonderheit in Himmelpforten: Das Traditionsschießen auf Papierscheiben mit Zuganlagen ist weiter uneingeschränkt möglich.
Mit weit über 1500 Stunden Eigenleistung hat das Team der Macher und Tüftler die Kombination beider Anzeigearten realisiert. Ein einfacher Klappmechanismus am elektronischen Messrahmen, eine derzeit einzigartige Lösung, macht diese Verschmelzung von Leistungssport und Traditionsschießen möglich.
Weiter installierten die Himmelpfortener eine neue Anlage für den Geschossfang. Die neuen Anlagen resorbieren die Geschwindigkeit auftreffender Geschosse abrieb- und zerstörungsfrei und sind damit zu 100 Prozent umweltfreundlich. Denn die Bleigeschosse können unverschmutzt und schadstofffrei recycelt werden.
Auf die Förderung der Jugend, als einen wichtigen Aspekt des Fortbestehens der Vereine, machte Bürgermeister Bernd Reimers aufmerksam. Wichtig sei aber auch, dass die Vereine sich umsehen, wo Fördermittel für ihre Arbeit zu erhalten sind.
Sofort sichtbare Wettkampf-Ergebnisse
Die Steigerung der Attraktivität des Schießsports rückte Bezirkspräsident Jan Steffens in den Fokus. „Wir müssen als Sport interessant sein“ so Steffens. Sofort sichtbare Ergebnisse für den Zuschauer, nachvollziehbar wer im Wettkampf führt und wie die Veränderungen im laufenden Wettbewerb sind, seien durch die neuen Anlagen jetzt möglich. Er stellte das Engagement des Himmelpfortener Vereins heraus und bemängelte den „Jammermodus“ vieler Vereine. „Ehrenamt funktioniert“, so der Bezirkspräsident, es müsse nur gesteuert werden.
Die Finanzierung der letzten vier Anlagen konnte zu fast 70 Prozent aus einer Förderung der NBank sowie je einem Zuschuss der Gemeinde und Samtgemeinde und aus Eigenmitteln des Vereins bewerkstelligt werden.
Den Grundstein für den Umbau hatte im letzten Jahr bereits der Förderverein des SV Himmelpforten gelegt und die Realisierung der ersten vier Anlagen finanziert. Nach diesem Umbau verfügt der Schützenverein Himmelpforten über eine der modernsten Anlagen für den Leistungssport in Kombination mit der Möglichkeit, das beliebte Traditionsschießen uneingeschränkt unter neuesten Gesichtspunkten des Umweltschutzes weiterzuführen.