Dienstag, 30.03.2021, 08:00 Uhr

Corona-Schnelltest: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Ein Corona-Schnelltest zeigt das Testergebnis "negativ" (ein Balken) an. Foto: Daniel Karmann/dpa

LANDKREIS. Seit 8. März können sich Bürger wöchentlich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Wo Antigen-Schnelltests im Kreis Stade möglich sind, wie sie ablaufen und wann sie sinnvoll sind.

Wo kann ich mich im Landkreis Stade testen lassen?

In Stade haben Testwillige die Möglichkeit, sich unter anderem im Stadeum und an der Schnellteststation des Deutschen Roten Kreuzes testen zu lassen. Auch in Buxtehude steht eine DRK-Teststation zur Verfügung; außerdem gibt es ein Testzentrum im Stackmann-Parkhaus. Dollern und Horneburg haben seit Freitag, den 26. März, jeweils ein Testzentrum. Kommenden Montag eröffnen zwei weitere Teststationen: im Gemeindehaus der St.-Marien-Kirche in Twielenfleth und im Dorfgemeinschaftshaus der Gemeinde Steinkirchen am Alten Marktplatz.

Apotheken und Arztpraxen testen ebenfalls. Unter www.arztauskunft-niedersachsen.de bietet die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen die Möglichkeit, nach Praxen zu suchen, die Schnelltests durchführen. Der Landkreis Stade stellt auf seiner Homepage eine Übersicht der Apotheken, die testen, als PDF zum Download bereit (siehe Punkt "Anbieter von kostenlosen Schnelltests"). Diese interaktive Karte zeigt die Testzentren im Kreis Stade.

Was kostet der Schnelltest?

Nichts. Bürger haben gemäß Bundes-Test-Verordnung seit 8. März einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest in einem Testzentrum in ihrer Region, in niedergelassenen Arztpraxen und Apotheken.

Wann ist ein Schnelltest sinnvoll?

Nach Angaben des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes zum Beispiel, „weil Sie sich nach oder vor einem längeren Kontakt unsicher fühlen oder Sie jemand aus einer Risikogruppe besuchen möchten“. Außerdem, wenn man Dienstleistungen mit vorheriger Testpflicht in Anspruch nehmen will. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens appelliert in einer Presseinformation, sich auch ohne Symptome testen zu lassen: „Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf: Nehmen Sie die kostenfreien Testangebote, auch wenn Sie keine Symptome haben, in Ihrer Umgebung wahr.“ Jede frühzeitig erkannte Infektion trage dazu bei, das Virus einzudämmen, heißt es weiter.

Wie läuft der Schnelltest ab?

Bei den umgangssprachlich allgemein als „Schnelltests“ bezeichneten Tests handelt es sich um PoC-Antigen-Schnelltests (Point-of-care-, kurz: PoC-Tests). Sie werden von geschultem Personal durchgeführt, das mittels Wattestäbchen einen Abstrich im hinteren Nasen- oder Rachenbereich nimmt. Die Auswertung erfolgt vor Ort. In der Regel erhält man binnen 20 Minuten das Ergebnis, oft aufs Smartphone.

Worin besteht der Unterschied zu Selbsttests und PCR-Tests?

Selbsttests – der Name verrät es – lassen sich zu Hause in Eigenregie ohne Hilfe von qualifiziertem Personal durchführen. Die Testkits sind im Handel, beispielsweise in Apotheken und Supermärkten, erhältlich und müssen selbst bezahlt werden. Die Probe-Entnahme erfolgt mit einem Abstrich in der vorderen Nase oder mit Speichel – anders als beim PCR- oder PoC-Antigen-Schnelltest also nicht im hinteren Nasen- oder Rachenbereich, weshalb die Prozedur oft als weniger unangenehm empfunden wird. Selbst- und Schnelltests weisen gegenüber dem PCR-Test eine höhere Fehlerrate auf.

PCR-Tests (PCR steht für „polymerase chain reaction“, zu Deutsch: Polymerase-Ketten-Reaktion, eine Untersuchungsmethode unter anderem für die Erkennung von Virusinfektionen und Erbkrankheiten) haben sich unter den Corona-Tests als diagnostisches Standard-Instrument etabliert. Eine medizinische Fachkraft nimmt mithilfe eines Wattestäbchens einen Abstrich aus dem hinteren Nasen- oder Rachenbereich, der anschließend im Labor ausgewertet wird. Dementsprechend länger muss der Getestete auf das Ergebnis warten.

Was tun, wenn der Schnelltest positiv ausfällt?

Zeigt der Selbst- oder Antigen-Schnelltest ein positives Ergebnis, ist ein PCR-Test zur Bestätigung erforderlich. Betroffene sollen sich in diesem Fall laut niedersächsischem Landesgesundheitsamt von anderen Personen isolieren und zeitnah bei ihrem Hausarzt melden oder unter der Telefonnummer 116 117 einen Termin für einen PCR-Test vereinbaren.

Wird das positive Testergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet?

Positive Corona-Testergebnisse sind nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Testzentren und testende Einrichtungen wie Schulen und Seniorenheime unterliegen der Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz.

Bin ich verpflichtet, einen positiven Selbsttest zu melden?

Nein. Das Landesgesundheitsamt Niedersachsen schreibt auf seiner Homepage jedoch von einer moralischen Verpflichtung, das positive Testergebnis dem Gesundheitsamt mitzuteilen und durch einen PCR-Test bestätigen zu lassen.

Bekomme ich einen Nachweis über den Test?

Ja. Die getestete Person erhält nach dem Test eine Bescheinigung, auf der vermerkt ist, wo, wann und von wem der Test durchgeführt wurde. Das Ergebnis eines Schnelltests besitzt zwölf, das PCR-Testergebnis 24 Stunden Gültigkeit. Heißt: Wer eine Einrichtung besuchen möchte, die einen negativen Corona-Test verlangt, muss das im Rahmen von zwölf beziehungsweise 24 Stunden tun.

Wo besteht eine Schnelltest-Pflicht?

Wer beispielsweise ein Seniorenheim betreten oder körpernahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen will, bei denen nicht dauerhaft eine medizinische Maske getragen werden kann (zum Beispiel im Kosmetikstudio), muss sich testen lassen.

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