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T21-jähriger Jungliberaler will Bürgermeister werden

Plakat-Aktion: Mate Sieber kandidiert in Horneburg.

Plakat-Aktion: Mate Sieber kandidiert in Horneburg.

Mate Sieber (FDP) ist ambitioniert. Der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Stade-Buxtehude (Julis) und Ortsvorsitzende der FDP Altes Land/Geestrand stellt sich am 12. September zur Wahl. Der Horneburger will in den Fleckenrat einziehen und dann zum Bürgermeister gewählt werden.

Von Sabine Lohmann Freitag, 12.02.2021, 15:00 Uhr

Es sei eine Kandidatur „aus vollster Überzeugung“, er traue sich das Amt des Bürgermeisters zu, sagt der 21-Jährige, bisher einziger Kandidat auf der (noch offenen) Liste. Mit Aktionen wie einer „Bodenzeitung“, mit Kritik an dem Noch-Bürgermeister Hans-Jürgen Detje (CDU) und Forderungen nach einem Dialog mit der Jugend und digitalen Ratssitzungen macht Sieber von sich reden. Zentrale Botschaft: „Mehr Bürgerbeteiligung wagen – damit Horneburg gewinnt.“

Er will Bürger nicht nur informieren und ihnen politische Entscheidungen erklären, sondern sie auch direkt beteiligen. So sollen zum Beispiel bei der Gestaltung des Schlossparks zu einem Ort des Zusammentreffens mit Vereinen, Familien, Jugendlichen und Senioren zusammengearbeitet werden. Neben der Bürgerbeteiligung gehört zu seinen Schwerpunkten eine moderne digitale Ratsarbeit – damit sich Bürger von zu Hause aus zuschalten und mitwirken können. „Ich glaube, dass wir gewinnen können, weil wir ein Programm nah an den Wünschen der Bürger schreiben“, sagt Sieber und verweist auf die laufenden Plakataktion in der Samtgemeinde.

Damit wird ein Beteiligungsprozess gestartet, um das Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2021 gemeinsam mit den Bürgern zu schreiben: „Deine Meinung zählt. Erzähle uns Deine Idee. Wir schreiben unser Kommunalwahlprogramm gemeinsam mit Dir!“ Über einen QR-Code gelangen Interessierte auf die FDP-Webseite. Er will die Plattform nutzen, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, um sie zu informieren und mit ihnen eine Vision für Horneburg zu entwickeln. Dass Diskussionen mit Bürgern durch Corona eingeschränkt sind, bedauert Sievers.

"Man muss in die Offensive gehen"

Deshalb hat er eine Postkartenaktion durchgeführt, Bürger angeschrieben, Flyer verteilt. Auch über soziale Medien will er ins Gespräch kommen. „Das klappt gut“, sagt er. Rückmeldungen haben ihn optimistisch gestimmt. Weitere Projekte und Aktionen sollen folgen. Sieber gibt sich überzeugt, dass er es schaffen wird, vom Rat zum Bürgermeister gewählt zu werden. Zwar ist die FDP im Flecken seit 20 Jahren nicht mehr angetreten, und die Ortsgruppe Horneburg besteht nur aus sechs Aktiven, Mitstreiter werden noch gesucht, dennoch ist der Juli optimistisch. „Wir stehen im Flecken vor einem Umbruch“, sagt er. Detje trete nicht mehr an und hinterlasse eine große Lücke. Sieber setzt auf Bündnisse, hofft auf eine Unterstützung der Grünen, für die er bereits als zugewähltes, beratendes Mitglied im Ausschuss für Klima und Nachhaltigkeit sitzt.

Wenn die CDU einen Kandidaten ins Rennen schickt, soll es mit ihm zumindest einen Gegenkandidaten geben, allein schon, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen und den „schweigenden Teil der Bevölkerung“ zu motivieren, zur Wahl zu gehen. „Man muss in die Offensive gehen“, sagt der FDP-Chef und glaubt „dass wir gute Chancen haben“. Sicher sei zumindest, dass Horneburg ein interessanter Wahlkampf erwarte.

Kontakt: mate.sieber@fdpstade.de oder unter 01 51/ 55 85 25 01.

https://fdpstade.de/horneburg/

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