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TAltländer Festhalle hat wieder eine schmucke Theke

Die Theke in der Altländer Festhalle in Jork wurde erneuert und beim Konzert am Sonnabend eingeweiht: Mitgeholfen haben die Kulturmacher von „Lust auf Kultur“ mit ihrem Vereinsvorsitzenden Frank Deppe (vorn) und Sandra Köster von der Gemein

Die Theke in der Altländer Festhalle in Jork wurde erneuert und beim Konzert am Sonnabend eingeweiht: Mitgeholfen haben die Kulturmacher von „Lust auf Kultur“ mit ihrem Vereinsvorsitzenden Frank Deppe (vorn) und Sandra Köster von der Gemein

Die Festhalle wird modernisiert, natürlich im Altländer Stil. Das zeigt auch die neue Theke, über die an diesem Wochenende die ersten Kaltgetränke gereicht wurden. Gefeiert wurde ein ganz besonderes Jubiläum.

Von Sabine Lohmann Sonntag, 16.10.2022, 13:05 Uhr

„Die Theke feiert Premiere“, sagte Vereinsvorsitzender Frank Deppe in seiner launigen Rede am Sonnabendabend beim Jubiläumsempfang. Fast hätte es nicht geklappt, denn krankheitsbedingt waren die Arbeiten in Verzug geraten. Alle hatten deshalb am Freitag von früh bis spät mit angefasst, „geschraubt, gemacht und getan“, so Deppe, damit bei der Geburtstagsparty mit der Partyband Boerney und die Tri Tops und rund 300 Besuchern an der Theke „im Altländer Stil aus Kirschholz“ ausgeschenkt werden konnte.

Auch Bauingenieurin Sandra Köster hatte beim Arbeitseinsatz mitgeholfen - an ihrem freien Tag. Sie betreut im Bauamt die Bauprojekte der Gemeinde und hatte zusammen mit den Kulturmachern von „Lust auf Kultur“ die Modernisierung des Ausschankbereichs geplant. Der Bereich hinter der Theke wurde mit mobilen Elementen ausgestattet und ist somit flexibel nutzbar. Der Boden wurde neu verlegt und die Beleuchtung erneuert.

Verschönerung der Festhalle ist ein Gemeinschaftsprojekt

Die Verschönerung der Festhalle ist ein Gemeinschaftsprojekt. Beteiligt sind die beiden Vereine, die sie am meisten nutzen: „Lust auf Kultur“ und die Kleine Jorker Bühne. „Wir versuchen der Gemeinde zu helfen, die Festhalle zu erhalten“, sagte Deppe, denn „die Festhalle ist wichtig für Jork und die Region“. Vergangenes Jahr wurde bereits der Hallenboden verbessert. Anfang des Jahres strichen die Kulturmacher die Wände, die Gemeinde finanzierte die Farbe. Das „hässliche Grün“, so Deppe, wurde weiß überstrichen, das Wandbild des Altländer Künstlers Richard Eggers an der Stirnwand blieb erhalten. Die Vorhänge, „grottig und hässlich“, wurden gereinigt, repariert und wieder aufgehängt. Der Holzboden der Bühne wurde abgeschliffen und neu lasiert; hierbei war die Kleine Jorker Bühne beteiligt.

Mit flexibel nutzbarem Saal und moderner Bühnentechnik soll die Festhalle als Mehrzweckhalle von allen Vereine für Veranstaltungen genutzt werden können - und auch von Bürgern für private Feiern wie Hochzeiten. Damit das klappt und die Halle gut ausgenutzt wird, wird zurzeit zusammen mit Sandra Köster ein Nutzungskonzept erarbeitet.

Die Partyband Boerney & die Tri Tops auf der Bühne. Foto: Frank Deppe

Die Partyband Boerney & die Tri Tops auf der Bühne. Foto: Frank Deppe

„Lust auf Kultur“ kann Events für bis zu 200 Personen durchführen

Im Dezember 2011 war der Verein „Lust auf Kultur“ gegründet worden, rund 140 Mitglieder hat er heute. Erfolgreich ist er mit Veranstaltungen wie die Harley Casting Show und die Jorker Kulturwoche, die von Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt werden. Insgesamt waren es 117 Veranstaltungen mit mehr als 33.000 Besuchern, so Deppe. Dem Verein gehören Zelte, Transportanhänger, Musiktechnik, Stühle, Tische und Becher, die verliehen werden, und ist in der Lage Events für bis zu 200 Personen durchzuführen.

Wie die meisten Vereine hat auch „Lust auf Kultur“ Nachwuchsprobleme. Junge Menschen werden dringend zur Unterstützung benötigt. „Jung heißt Unter-60“, sagte der 63-jährige Vereinsvorsitzende. Er wünscht sich einen Runden Tisch, um Kulturschaffende aus dem Alten Land zu vernetzen, Termine zu koordinieren und das „Wir-Gefühl“ im Ort zu stärken. Seine Bitte an die Politik: Ehrenamtliches Arbeiten müsste stärker gefördert werden. Ohne eine finanzielle Unterstützung könne die Kultur in Jork nicht auf Dauer existieren.

Die Gemeinde will die Festhalle als Kultur-Veranstaltungsort weiterentwickeln

„Dass es nützlich wäre, wenn es ein jährliches Kulturbudget geben würde“ - das nimmt der stellvertretende Bürgermeister Partho Banerjea als Antrag an den Gemeinderat mit, wie er in seinem Grußwort sagte. Auch den Wunsch nach einem Runden Tisch wird er weitergeben. Der Verein trage zur kulturellen Vielfalt bei, biete vielen eine Bühne und habe ein breites Netzwerk aufgebaut, lobte er. Das Angebot finde Zuspruch und Akzeptanz. Deshalb sei dem Verein vergangenes Jahr der Bürgerpreis der Gemeinde Jork verliehen worden. Die Gemeinde übernehme Verantwortung, sagte er auch, beschlossen sei, die Festhalle als Kultur-Veranstaltungsort weiterzuentwickeln.

Ende des Jahres wird die Lichttechnik erneuert, nächstes Jahr der Bühnenvorhang. Im Zuge der Leader-Förderung sollen dann noch die Küche saniert, das Foyer umgestaltet und die Toiletten erneuert werden. Auch ein Fahrstuhl ist geplant, damit die Festhalle behindertengerecht und barrierefrei wird.

Volles Haus in der Altländer Festhalle. Foto: Frank Deppe

Volles Haus in der Altländer Festhalle. Foto: Frank Deppe

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