Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus
Immer wieder geben sich Betrüger am Telefon als Polizeibeamte aus. Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch! (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Falsche Polizisten am Telefon, ein bissiger Angriff auf eine Beamte und eine explodierte Gartenhütte: Der Blaulicht-Report aus den Stader Nachbarkreisen und Umgebung.
Betrüger geben sich als Polizisten aus
Am Freitagabend erhielt eine ältere Frau aus Adendorf im Landkreis Lüneburg einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizist ausgab. Er habe laut Polizeiangaben vorgegeben, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Die Geschädigte machte ihm gegenüber keine Angaben und legte auf. Auch in Reppenstedt wurde ein älteres Ehepaar angerufen, wie die Polizei mitteilt. Nachdem der Anrufer sich als Polizist ausgegeben hat, wurde nach Wertgegenständen gefragt. Der Betrugsversuch wurde jedoch vom Ehepaar erkannt.
Blaulicht
E-Auto brennt auf Krautsand aus
In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei auch an Kinder, Lebenspartner und Angehörige von älteren Menschen: „Sprechen Sie aktiv über diese Betrugsmaschen und vereinbaren Sie Verhaltensweisen bzw. Gespräche miteinander bei möglichen Anrufen“, sagt ein Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg.
Hier einige Tipps zum Schutz:
- Seien Sie misstrauisch
- Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen - Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
- Geben Sie Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten
- Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten
- Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.
Polizistin angegriffen und gekratzt
Ein psychisch auffälliger 55-jähriger Mann, der sich mit einer tiefen Schnittwunde am Arm nicht von den Rettungssanitätern behandeln lassen wollte, bedrohte laut Polizeiangaben am späten Samstagabend in Vögelsen die eingesetzten Polizeibeamten. Er versuchte in die Hand der Polizeibeamtin zu beißen und wegzulaufen. Während der Fixierung kratzte der Mann (mit seiner blutverschmierten Hand) der Polizistin im Gesicht. Sie wird dabei im Gesicht verletzt, wie die Polizei mitteilt.
Autoscheiben in Buchholz mit Steinen eingeworfen
Am Samstagabend, gegen 20 Uhr, meldete eine Zeugin der Polizei, dass soeben mehrere Personen am Rathaus Buchholz zwei Fensterscheiben eingeschlagen hätten. Im Rahmen der Fahndung konnten in Tatortnähe zwei tatverdächtige junge Männer angetroffen werden, wie ein Polizeisprecher mitteilt. Durch Schnittverletzungen an den Händen, erhärtete sich der Tatverdacht. Gegen die beiden Heranwachsenden wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Ebenfalls im Innenstadtbereich von Buchholz wurden am Sonntagmorgen, gegen 0.30 Uhr, erneute Sachbeschädigungen gemeldet. Ein Anwohner beobachtete laut Polizeiangaben, wie eine männliche Person mit aufgefundenen Steinen die Heckscheiben mehrerer geparkter Pkw einwarf. Anhand der Personenbeschreibung sowie am Tatort zurückgelassener, persönlicher Gegenstände, ergab sich ein Tatverdacht. Der Tatverdächtige konnte kurz darauf im Nahbereich festgestellt werden. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Betrunkener Fahrradfahrer angehalten
Am Samstagabend, gegen 19 Uhr, wurden in Maschen Streifenpolizisten von Passanten angesprochen. Es wurde mitgeteilt, dass in der Schulstraße ein Fahrradfahrer gestürzt sei. Dieser soll sein Fahrrad nach dem Sturz weitergeschoben haben. Ob dieser verletzt sei, konnte nicht gesagt werden. Kurz darauf konnten die Beamten den Fahrradfahrer fahrend feststellen, wie die Polizei mitteilt.
Aufgrund der deutlich unsicheren Fahrweise wurde ein Atemalkoholtest bei dem 48-jährigen durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von 1,52 Promille. Aufgrund dieses Wertes in Verbindung mit den festgestellten Ausfallerscheinungen wurde ein Strafverfahren eingeleitet und eine Blutprobe entnommen.
Explosion in Gartenhütte
In Rosengarten-Eckel kam es am Samstagabend, um 21:06 Uhr, in der Eichenstraße zu einer Explosion in einer Gartenhütte. Nach ersten Ermittlungen vor Ort könnte eine undichte Gasflasche ursächlich sein, wie die Polizeiinspektion Harburg mitteilt. Das Gasgemisch in der Hütte entzündete sich und es kam zum Knall.
Durch den anschließenden Brand entstand ein Sachschaden an der Holzhütte. Die Feuerwehren Eckel, Klecken, Nenndorf und der Einsatzleitwagen aus Leversen waren eingesetzt und konnten eine Ausbreitung verhindern. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 2.000 Euro. (pm/sb)
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