TZur Weihnachtszeit ist bei den Apenser Kartoffelexperten viel los
Mit ihrem Mann Claus bewirtschaftet Beate Tobaben den Hof der Familie in fünfter Generation. Fotos: Laudien
Weihnachtszeit ist Kartoffelzeit: Beim Hof Tobaben ist in diesen Wochen jede Mange los. Hier dreht sich alles um die Knolle. Um neue, ausgefallene Rezepte zu kreieren, hat Beate Tobaben extra eine Küche.
Bei Familie Tobaben dreht sich quasi das ganze Jahr alles um die Kartoffel. Vor allem jetzt, in der Weihnachtszeit, herrscht Hochbetrieb auf dem Kartoffelhof im Heisterbusch 14. Der simple Grund: „Weil Deutsche gerne Kartoffeln zu Weihnachten essen“, sagt Beate Tobaben. Denn was wäre Heiligabend in vielen Familien ohne den traditionellen Kartoffelsalat mit Würstchen oder ein Weihnachtsessen mit Ente, Gans oder Braten ohne Salzkartoffeln oder leckere Kartoffelklöße?
Ungewaschen und ohne weitere Behandlung ins Netz
Auf den Äckern der Familie Tobaben rund um Apensen wachsen die Kartoffeln, die dann in dem Betrieb sortiert und in Netze abgepackt werden - ungewaschen und ohne weitere Behandlung. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Knolle ohne Behandlung und Zusatzstoffe direkt vom Feld ins Netz kommt“, sagt Beate Tobaben. Insgesamt 15 Kartoffelsorten unter dem Namen „Goldgelb -Kartoffel gut“ von Familie Tobaben gibt es vor allem in Rewe-Supermärkten im Landkreis Stade bis nach Hamburg.
Beate und Claus Tobaben bewirtschaften den elterlichen Familienbetrieb und sind mit ihren Söhnen Carl und Henry inzwischen die fünfte Generation auf dem Hof Tobaben. Der 25-jährige Carl wird den Hof später übernehmen, macht momentan ein Master-Studium in Agrar-Ökonomie. Der zwei Jahre jüngere Henry hat sich für eine Ausbildung zum Koch in Hamburg entschieden.
Kartoffeln nicht nur goldgelb, sondern auch lila und pink
Während sich Ehemann Claus hauptsächlich um Hege und Pflege des Ackerbodens und der Kartoffelpflanzen kümmert, ist Ehefrau Beate für die Vermarktung zuständig und sorgt immer wieder für neue Ideen - auch mit alten Sorten. Längst sind ihre Kartoffeln nicht nur goldgelb, sondern auch lila und pink dank Exoten wie „Violett Queen“ oder „Mullbery Beauty“, die auf den Äckern in Apensen wachsen. Daraus lassen sich farbenprächtige Pommes, bunter Kartoffelsalat oder lila Kartoffelbrei herstellen. In ihrem Imbisswagen bietet Beate Tobaben auf Wochenmärkten in der Region Kostproben ihrer Kartoffel-Spezialitäten wie Pommes, Ofenkartoffeln und Bratkartoffeln an. „Kartoffeln sind vielseitig, vitaminreich und keinesfalls ein Dickmacher“, räumt Beate Tobaben mit einem Vorurteil auf. Und: Je dunkler die Kartoffel, desto gesünder sei sie.
Hausgemacht: Kartoffel-Kürbis-Suppe und Kartoffel-Erbsen-Suppe gibt es in Glasflaschen.
Die Apenser Kartoffelexpertin experimentiert inzwischen auch mit anderen Gemüsesorten, kreierte vor etwa zwei Jahren erstmals neue Verbindungen in den Farben Orange und Grün - mit Kartoffeln und Kürbis als orangefarbene Kürbis-Kartoffel-Suppe und mit Erbsen als grüne Kartoffel-Erbsen-Suppe. Dazu experimentierte sie in ihrer eigens eingerichteten Probierküche ihr Spezialrezept, das sie nicht verrät. Mittlerweile gibt es ihre Suppen in Glasflaschen ebenfalls in Rewe-Märkten zu kaufen.
Auch bei den Tobabens kommen täglich und besonders zu Weihnachten Kartoffeln auf den Tisch, etwa als Einheizer an kalten Tagen als Kartoffelsuppe, knusprige Bratkartoffeln zu Grünkohl und zum Festschmaus als selbstgemachte Klöße, für die sich die Sorte Gunda besonders gut eignen würde, verrät die Apenser Kartoffelfrau.
Die Adventsserie
Im Dezember öffnet das TAGEBLATT bis Heiligabend 24 Türen, hinter denen sich interessante Menschen und spannende Geschichten aus der Region verbergen. Alle Folgen der Serie gibt es im Internet unter: