1,3-Millionen-Euro-Halle für die Straßenmeisterei
Die neue Fahrzeughalle wächst in die Höhe : Uwe Pahl, Petra Schlichting, Madeleine Pönitz und Andreas Blohm (von links) informieren über die Bauarbeiten in der Straßenmeisterei in Bliedersdorf. Foto Lohmann
Auf dem Gelände der Straßenmeisterei Bliedersdorf baut der Landkreis Stade eine neue Fahrzeughalle mit Werkstatt, die nach der Fertigstellung die bestehende Halle ersetzen soll. Insgesamt 1,3 Millionen Euro stehen für den Neubau bereit.
Mit einem großen Kran werden zurzeit Stahlteile bewegt, insgesamt werden nur für die Stützen und Träger der Stahlkonstruktion 22 Tonnen Stahl verbaut. Eine 45 lange und 14 Meter breite Halle mit einer Höhe von 6,60 Metern – und damit 3800 Kubikmeter umbauter Raum – soll hier in den nächsten Monaten entstehen. Darüber informierten Uwe Pahl, Leiter der Straßenmeisterei, Kreisbaurätin Madeleine Pönitz, Petra Schlichting, Leiterin der Gebäudewirtschaft beim Landkreis, und der technische Mitarbeiter Andreas Blohm beim Ortstermin.
Seit sechs Wochen wird auf dem Gelände der Straßenmeisterei an der Feldstraße gebaut. Mit den vorbereitenden Arbeiten war bereits vor einem Jahr begonnen worden. Die Erhöhung des Geländes wurde auf das Niveau der Verkehrsflächen abgetragen, ein Regenwasserkanal umgelegt. Ende März wurde nun die Baustelle eingerichtet, dann die Bodenplatte gelegt. Seit einer Woche geht es in die Höhe: Die Stahlkonstruktion für die Halle wird von der Stader Firma Stacon aufgestellt, später wird die Jorker Baufirma Köster die Beton- und Maurerarbeiten durchführen. Bis Ende des Jahres soll der Neubau fertig sein.
Die neue Fahrzeughalle soll die bisherige, inzwischen zu kleine Halle ergänzen: Geplant sind fünf Stellplätze für die großen Fahrzeuge der Straßenmeisterei und ein Stellplatz für das Fahrzeug des Pflegetrupps des Naturschutzamtes sowie eine Werkstatt mit Schlosserbüro, zwei Stellplätzen und Lagerfläche. Aus arbeitssicherheitstechnischen Gründen sei die neue Halle notwendig, wie Uwe Pahl erklärt.
Seit der Landkreis das Gelände an der Feldstraße 1979 nach der Gebietsreform von einer Baufirma für die Straßenmeisterei gekauft hat, hat sich eine Menge geändert. Mit der Zeit sind der Fuhrpark und die Fahrzeuge und Maschinen immer größer geworden, die technische Ausstattung und Elektronik nahm zu. Zwölf Fahrzeuge müssen inzwischen auf dem Gelände untergebracht werden, auf dem neben dem Bürogebäude und der alten Halle auch das Salzlager und die Lager für Schüttgut untergebracht sind.
Mit den Jahren haben sich die Aufgaben verändert, die Anforderungen sind gewachsen, und es gibt immer mehr Vorschriften. Heute müssen mit den 18 Mitarbeitern mehr Aufgaben in kürzerer Zeit bewältigt werden.
Für die Verkehrssicherheit und die Unterhaltung der insgesamt 382 Kilometer Kreisstraßen – darunter auch viele Ortsdurchfahrten – und 180 Kilometer Radwege ist die Straßenmeisterei des Landkreises zuständig. Um die Kreisstraßen im Südkreis kümmert sich die Straßenmeisterei in Bliedersdorf, für den Nordkreis sind die Kollegen in Drochtersen zuständig. „Für alles, was unter, über, links und rechts der Kreisstraße liegt“, sagt Pahl.
Die Mitarbeiter sind zuständig für die Reinigung, den Winterdienst, die Unterhaltung der Grünstreifen, die Beschilderung, aber auch für Rohrleitungen, Gräben und Durchlässe; bei der Baumpflege werden Baumkontrolleure eingesetzt. Straßen- und Streckenkontrollen werden durchgeführt, Saisonarbeit wie Mäharbeiten und Baumschnitt liegt regelmäßig an. Auch wenn Hinweise aus der Bevölkerung zu Mängeln an den Kreisstraßen eingehen, wird dem nachgegangen.