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Fußball

3:2 nach 0:2 - BVB gelingt spektakulärer Sieg bei Hoffenheim

Dortmund bejubelt den 2:2-Ausgleich.

Dortmund bejubelt den 2:2-Ausgleich. Foto: Uwe Anspach/dpa

Dortmund gerät in Sinsheim erst in Rückstand - und schafft dann ein fulminantes Comeback innerhalb einer halben Stunde. Die Entscheidung fällt kurz vor Schluss per Eigentor.

Von Patrick Reichardt, dpa 05.09.2026, 17:35 Uhr
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Sinsheim. Borussia Dortmund hat ein spektakuläres Comeback geschafft und trotz eines Zwei-Tore-Rückstands den ersehnten Traumstart in der Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann mit 3:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim und drehte die Partie nach einer ganz schwachen ersten Stunde mit viel Moral und brutaler Effizienz.

Torjäger Serhou Guirassy (61. Minute), Joker Fabio Silva (66.) auf Vorlage von Guirassy sowie ein Eigentor von Hoffenheims Albian Hajdari (87.) sorgten für die Wende, die beim verdienten Zwischenstand von 2:0 für die Gastgeber kaum noch realistisch erschien.

Vor 30.150 Zuschauern, darunter rund ein Drittel BVB-Anhänger, hatten Leon Avdullahu (45. Minute) und Tim Lemperle (54.) die beiden Tore der Kraichgauer erzielt. Während der BVB bei sechs Zählern steht, ist Hoffenheim nach zwei Partien noch punktlos.

Kobel im Fokus

An einem herrlichen Spätsommertag ging es auf dem Rasen eher gemächlich los. Von dem Überfall-Fußball, den Dortmund vor einer Woche zuhause gegen den Hamburger SV gezeigt hatte, war zunächst nicht viel zu sehen. Stattdessen hatten die Hoffenheimer in der ersten halben Stunde mehr vom Spiel und auch die besseren Torraumszenen.

BVB-Schlussmann Gregor Kobel bewahrte die Gäste gleich mehrere Male vor dem Rückstand. Nach knapp einer halben Stunde lenkte der Schweizer Nationaltorhüter einen Schuss des umtriebigen Adam Daghim um den Pfosten. Wenige Minuten später parierte Kobel auch einen Kopfball von Adam Hlozek.

Dortmund hatte gegen die TSG zu kämpfen.

Dortmund hatte gegen die TSG zu kämpfen. Foto: Uwe Anspach/dpa

Traumtor von Avdullahu

Dortmunds Trainer Niko Kovac hatte mit Ausnahme von Filippo Mane, der für den am Kreuzband verletzten Giannis Konstantelias spielte, das gleiche Personal wie beim 2:0 gegen den HSV aufgeboten. Mane musste zudem verletzungsbedingt raus. Für ihn kam Ethan Nwaneri, den der BVB infolge der Konstantelias-Verletzung in dieser Woche vom FC Arsenal auslieh.

Doch auch der offensive Dortmunder Wechsel verpuffte zunächst. Und kurz vor der Pause war dann auch Kobel erstmals chancenlos, als Avdullahu aus gut 20 Metern Maß nahm und sehenswert ins lange Eck schlenzte. Die Pausenführung der TSG ging in Ordnung, der BVB wirkte über weite Phasen statisch und ideenlos.

Genau so ging es nach der Pause weiter. Ehe Lemperle das zweite Tor erzielte, verpassten gleich drei TSG-Profis eine scharfe Hereingabe von Daghim. Auch der Neuzugang selbst und Verteidiger Ozan Kabak hätten vorzeitig das zweite Tor erzielen können. Dieses gelang dann Lemperle, dessen Schuss von Nationalspieler Waldemar Anton unhaltbar abgefälscht wurde.

Nach Lemperles Tor sah Hoffenheim wie der sichere Sieger aus.

Nach Lemperles Tor sah Hoffenheim wie der sichere Sieger aus. Foto: Uwe Anspach/dpa

Guirassy trifft und legt vor

Die zu diesem Zeitpunkt überlegene TSG hätte direkt ein drittes Tor nachlegen können, blieb aber zu nachlässig im letzten Drittel. Stattdessen schlug der lange schwache BVB zurück - und wie: Der eine Stunde lang unsichtbare Guirassy wurde nach einem Ballverlust von Anton passgenau bedient und verkürzte. Torschütze Avdullahu hatte sich zuvor einen folgenschweren Ballverlust geleistet.

Kovac wechselte doppelt und schob so die sportliche Wende weiter an. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung schlug Silva auf exzellente Vorarbeit von Guirassy zu und glich zum 2:2 aus. In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg - zum tragischen Helden des Tages wurde Hajdari, der eine eher harmlose Hereingabe von Nwaneri ins Tor lenkte.

Der BVB hatte deutlich mehr Mühe als vor einer Woche.

Der BVB hatte deutlich mehr Mühe als vor einer Woche. Foto: Uwe Anspach/dpa

Hoffenheim jubelt, BVB-Profi Ryerson ist frustriert.

Hoffenheim jubelt, BVB-Profi Ryerson ist frustriert. Foto: Uwe Anspach/dpa

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