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Baustelle an der Este

A26-Bau hat allen Sand verschluckt

Still ruht der See in Ovelgönne : Das Sandvorkommen ist ausgeschöpft, aber Schwimmbagger „Pirat 6“ kann erst herausgeholt werden, wenn die notwendigen Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung stehen. Danach wird das Gebiet renaturiert: Es wird ei

Still ruht der See in Ovelgönne : Das Sandvorkommen ist ausgeschöpft, aber Schwimmbagger „Pirat 6“ kann erst herausgeholt werden, wenn die notwendigen Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung stehen. Danach wird das Gebiet renaturiert: Es wird ei

Etwa zwei Millionen Kubikmeter Sand hat die Firma Bunte seit Juli 2016 aus Ovelgönne zum Vorbelastungsdamm an der A26-Baustelle an der Este gespült. Nun ist die Grube erschöpft, aber der Baugrund hat sich noch nicht ausreichend gesetzt.

Von Anping Richter Mittwoch, 24.10.2018, 09:00 Uhr

Bis Ende November müssen jetzt wieder Sandlaster rollen – aus Nottensdorf und aus Fischbek. Wie Hans-Jürgen Haase, der Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, bestätigt, kann das bedeuten, dass sich der Weiterbau der Autobahn schätzungsweise um etwa ein halbes Jahr verzögert.

Wie berichtet, schluckt die bis zu sieben Meter dicke Torfschicht bei Rübke viel mehr Sand, als die Ingenieure erwartet hatten. Ursprünglich war nur bis Juli 2018 geplant gewesen, aus dem inzwischen 20 Meter tiefen Baggersee bei Ovelgönne Sand über die 4000 Meter lange Rohrleitung zur Autobahnbaustelle zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf zu spülen.

{picture1s} Dann wurde der Zeitraum bis Ende Oktober verlängert. Doch jetzt ist das Sandvorkommen in Ovelgönne bereits erschöpft. Etwa 3,2 Millionen Kubikmeter Sand hat das Bauunternehmen Bunte für den Vorbelastungsdamm zwischen der Este und dem künftigen Anschluss Neu-Wulmstorf verbaut, doch es wird noch mehr benötigt.

Laut Helmut Klaß von Bunte müssen noch etwa 50 000 bis 60 000 Kubikmeter aufgeschüttet werden. Die sind in Ovelgönne aber nicht mehr zu bekommen. Nun soll zum einen vom ehemaligen Kasernengelände in Fischbek noch Sand zur Baustelle gebracht werden. Das Areal der Röttger-Kaserne ist längst zum Wohngebiet geworden, aber von dem Sandaushub für die Wohnbebauung steht noch Einiges zur Verfügung. Außerdem wird der eigentlich bereits stillgelegte Baggersee am Schragenberg in Nottensdorf wieder aktiviert.

Dort ist noch etwas zu holen, auch wenn die Firma Bunte hier bereits mehr als eine Million Kubikmeter für die A 26 abgebaut hatte. Die Abbaugenehmigung läuft noch bis Ende 2018. Eine Verlängerung wäre zwar möglich, aber bis Ende November will die Firma fertig sein. Bis dahin werden wieder mit Sand beladene Vierachser zur Autobahnbaustelle im Rübker Moor zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf rollen.

Danach darf die Natur sich das zwölf Hektar große Abbaugebiet in Nottensdorf und das 16 Hektar große Gebiet in Ovelgönne zurückholen. Vorher muss allerdings noch der Saugbagger aus dem Ovelgönner Baggersee entfernt werden. „Pirat 6“, der Nachfolger des im Oktober 2016 Leck geschlagenen und gesunkenen Baggers „Pirat 5“, soll an Land gezogen und abtransportiert werden, sowie die dafür notwendigen Menschen und Maschinen zur Verfügung stehen. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Mehr als 3 Millionen Kubikmeter Sand hat das Bauunternehmen Bunte bereits auf dem dritten Bauabschnitt der A26 zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf verbaut. Etwa 2 Millionen Kubikmeter wurden per Rohrleitung direkt aus dem Baggersee bei Ovelgönne an die Baustelle gespült. Weitere 400 000 Kubikimeter stammen von dem Vorbelastungsdamm des zweiten Bauabschnitts zwischen der Anschlussstelle Jork und der Este, denn ein Teil des Damms wird abgetragen und wiederverwendet,  300000 Kubikmeter kamen aus Ketzendorf. Nun sollen noch 50- bis 60 000 Kubikmeter vom Schragenberg in Nottensdorf und aus Fischbek per Lkw herbeigeschafft werden.

Mehr als 3 Millionen Kubikmeter Sand hat das Bauunternehmen Bunte bereits auf dem dritten Bauabschnitt der A26 zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf verbaut. Etwa 2 Millionen Kubikmeter wurden per Rohrleitung direkt aus dem Baggersee bei Ovelgönne an die Baustelle gespült. Weitere 400 000 Kubikimeter stammen von dem Vorbelastungsdamm des zweiten Bauabschnitts zwischen der Anschlussstelle Jork und der Este, denn ein Teil des Damms wird abgetragen und wiederverwendet, 300000 Kubikmeter kamen aus Ketzendorf. Nun sollen noch 50- bis 60 000 Kubikmeter vom Schragenberg in Nottensdorf und aus Fischbek per Lkw herbeigeschafft werden.

Dieser Panoramablick von der Autobahnbrücke über die Este nach Buxtehude wird später von einer Lärmschutzwand verdeckt sein.

Dieser Panoramablick von der Autobahnbrücke über die Este nach Buxtehude wird später von einer Lärmschutzwand verdeckt sein.

Blick gen Westen von der Autobahnbrücke über die Este auf Brückenfuß und Vorbelastungsdamm in Richtung Rübke.

Blick gen Westen von der Autobahnbrücke über die Este auf Brückenfuß und Vorbelastungsdamm in Richtung Rübke.

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