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Afrika und seine Topmodels

Traditionelle afrikanische Maske. Paul Schimweg/Völkerkundemuseum

Traditionelle afrikanische Maske. Paul Schimweg/Völkerkundemuseum

„Was ist schön?“ Diese Frage beschäftigt die Menschheit bereits seit Urzeiten. Allerdings scheint das Schönheitsideal in den westlichen Gesellschaften von einem Modemarkt fremdbestimmt zu sein.

Freitag, 30.10.2015, 14:00 Uhr

Auch in Afrika kann man sich diesen Einflüssen nicht entziehen. Dennoch haben sich hier ganz eigene Vorstellungen von Schönheit entwickelt. Die Ausstellung „Africa’s Top Models: Schönheitsideale – Ideale Schönheit“ im Völkerkundemuseum (Rothenbaumchaussee) spürt ihnen über die Jahrhunderte mit einzigartigen Skulpturen und Masken nach. Sie zeigt vom 7. November 2015 bis 6. November 2016 aber auch in modernen Fotos, Sprichwörtern und Beispielen aus der afrikanischen Modewelt den weltweiten Einfluss afrikanischer Schönheitsideale.

Die Vielfältigkeit der Kulturen Afrikas zeigt sich auch in den unterschiedlichen Schönheitsidealen auf diesem riesigen Kontinent. Jede Region, jede der mehr als 2000 Ethnien, besitzt ihre eigenen Ideale, die sich in der Frisur, der Verzierung oder Bemalung des Körpers, im Gang, in der Ausformung bestimmter Körperteile – Augen, Mund, Hals, Bauch und Gesäß – widerspiegeln. Afrika ist zwar längst Teil der internationalen Mode- und Beauty-Industrie, dennoch halten sich afrikanische Schönheitsideale, die sich anhand von traditionellen Masken und Skulpturen oft über Jahrhunderte zurückverfolgen lassen. Manche dieser Ideale, wie die besondere Betonung der Gesäßpartie und ihrer Hervorhebung in der Kleidung, setzen sich heute auch in unserer Gesellschaft mehr und mehr als „schön“ durch, ebenso die faszinierende Vielfalt afrikanischer Haartrachten. Sogar das Spitzfeilen der Vorderzähne, Schmucknarben oder bestimmte Tattoos, in unseren Augen eher ausgefallenere Schönheitsmerkmale, werden bereits bei uns kopiert. (st/chw)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.

Eintritt: 8,50 Euro, ermäßigt 4 Euro, unter 18 Jahren frei.

www.voelkerkundemuseum. com

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