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Internationale Kooperation

Anti-Schleuser-Aktion der Bundespolizei in Afrika

Verschollen im Touristenparadies - bei ihrer Kampagne gegen Schleuser stieß die Bundespolizei auf den Seychellen auf einen Deutschen, der in der Heimat vermisst gemeldet war. (Symbolbild)

Verschollen im Touristenparadies - bei ihrer Kampagne gegen Schleuser stieß die Bundespolizei auf den Seychellen auf einen Deutschen, der in der Heimat vermisst gemeldet war. (Symbolbild) Foto: Stephanie Von Aretin/dpa-tmn

Verdächtige Dokumente, ein Helpdesk in Algier und schnelle Kommunikation über einen eigenen Messenger - Bilanz einer Kampagne gegen Menschenschmuggler und Fälscher.

Von dpa 03.06.2026, 19:35 Uhr
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Potsdam. Bei einer Aktion gegen Schleuserbanden hat die Bundespolizei mit ausländischen Partnern mehrere Hundert verdächtige Dokumente überprüft. Überrascht waren die Polizisten, als ihnen von den Seychellen auch ein deutscher Pass per Foto übermittelt wurde. Er gehört einem Deutschen, der dort während eines Aufenthalts im Juli 2024 nach einer Schnorcheltour als vermisst gemeldet worden war. 

Ziel der Dokumentenprüfung ist es, eine unerlaubte Einreise in die Staaten der Europäischen Union zu verhindern. (Symbolbild)

Ziel der Dokumentenprüfung ist es, eine unerlaubte Einreise in die Staaten der Europäischen Union zu verhindern. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa

Dokumentencheck in Algier

An dem Einsatz, der am 20. Mai begonnen hatte, nahmen laut Bundespolizei 40 Staaten der Afrikanischen Union, die spanische Nationalpolizei und - über ein Kooperationsnetzwerk der Spanier - auch fast alle Staaten Südamerikas teil. Im Zentrum des Geschehens stand den Angaben zufolge ein „gemeinsamer Helpdesk zur schnellen Prüfung von Dokumentenfälschungen und Dokumentenmissbrauch“, den die Bundespolizei in der algerischen Hauptstadt Algier aufgebaut hatte.

Anfragende Polizisten aus afrikanischen Staaten hätten dort binnen weniger Minuten schnell über einen eigens zur Verfügung gestellten Polizei-Messengerdienst Unterstützung bei der Einschätzung von Dokumenten erhalten. Insgesamt seien während der Aktion fast 500 verdächtige Dokumente geprüft worden. Somit hätten etliche illegale Einreisen in die Europäische Union mit gefälschten Pässen oder Schengen-Visa im Vorfeld verhindert werden können.

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