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Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern

Ein Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern aus dem Hamburger SV sorgt im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Traditions-Klubs am 18. Februar für Diskussionen. Peter Gottschalk, Vorsitzender des Seniorenrats des HSV, will darüber abstimmen lassen und hat einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Mittwoch, 24.01.2018, 17:16 Uhr

Peter Gottschalk, Vorsitzender des Seniorenrats des HSV, will darüber abstimmen lassen und hat einen entsprechenden Antrag eingebracht.

„Die Mitgliederversammlung fordert das Präsidium auf dafür zu sorgen, dass AFD-Mitglieder oder gleichgesinnte Personen nicht Mitglied im Hamburger-Sport-Verein e.V. werden oder der HSV Fußball AG angehören“, heißt es. „Kein Platz für Rassismus. Toleranz und Solidarität sind Werte, die innerhalb jeder Sportart zählen“, forderte der 76-jährige Peter Gottschalk.

Kritik kam prompt aus der AfD-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft. „Der Vorgang ist skandalös“, schrieb Fraktionschef Alexander Wolf in einer Mitteilung. Erstens solle Sport nicht mit Politik vermengt werden. „Zweitens: Während führende Sportfunktionäre, Verbände und Spitzensportler immer wieder zu Toleranz aufrufen, wird hier das genaue Gegenteil gefordert – Intoleranz pur“, meinte Wolf, der sich als bekennender Fan des Fußball-Bundesligisten bezeichnet. Es sei ein „seltsames Demokratieverständnis, wenn man Mitglieder der drittstärksten Partei im Deutschen Bundestag stigmatisieren und ausgrenzen will“.

Sei Parteikollege Kay Gottschalk, stellvertretender Bundesvorsitzender und nicht mit Peter Gottschalk verwandt, sagte: „Ich bin relativ entsetzt und werde bei der nächsten Mitgliederversammlung des HSV auch das Wort ergreifen.“

Kay Gottschalk ist seit 2005 Vereinsmitglied und hatte als Jugendlicher auch beim HSV Fußball gespielt.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung steht eigentlich die Wahl des Präsidenten. Amtsinhaber Jens Meier und der ehemalige Vorstandschef Bernd Hoffmann bewerben sich um den Posten.

Zuletzt hatte es auch bei Eintracht Frankfurt Diskussionen um den Umgang mit AfD-Mitglieder gegeben.

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