Apensen freut sich auf Fleischeslust
Nächste Woche eröffnet das Restaurant „Beef Kitchen“ in den ehemaligen Räumen von Schlachter Aldag an der Buxtehuder Straße. Betreiber Michael Knirsch ist ein erfahrener Gastronom.
In Zeiten, in denen Vegetarier und Veganer wie Pilze aus dem Boden schießen,, traut sich ein gestandener Gastronom ein neues Restaurant zu eröffnen, das auf der Speisekarte vor allem auf eines setzt: Fleisch. Am Mittwoch, 2. Mai (17 Uhr), eröffnet Michael „Michi“ Knirsch in den ehemaligen Räumen von Schlachter Aldag an der Buxtehuder Straße in Apensen das „Beef Kitchen“ – ein Restaurant mit Bar, auf das sich die gastronomisch nicht gerade mit großer Vielfalt gesegneten Apenser sehr freuen.
Bevor es am 2. Mai richtig losgeht, dürfen einige geladenen Gäste aus Nachbarschaft und Gemeinde bereits am 29. April das Können von Knirsch und Koch Ralf Haas testen. Auch am 30. April werden Grill und Herdplatten erwärmt: Dann feiert Michael Knirsch mit seiner Frau Katrin und Freunden den Sprung in die Selbstständigkeit.
„Das war immer sein großer Traum“, sagt die Ehefrau, die sich zusammen mit ihrem Mann um die Gestaltung der Räumlichkeiten gekümmert hat. Das Restaurant wurde mit eigens für das „Beef Kitchen“ von einem Kopenhagener Designer entworfenen und extra angefertigten Möbeln ausgestattet. Das Lokal präsentiert sich in gemütlich-rustikalem Industriedesign.
Michael Knirsch ist in der Gastro-Szene des Hamburger Südens ein bekannter Mann. So hat er bis zur Schließung den Veritas Beach Club von Heiko Hornbacher im Harburger Binnenhafen geleitet. Knirsch ist mit der Gastronomie, mit Steaks, Burgern, Sour Creme und Knoblauchbrot groß geworden. „Für mich gibt es kein Leben vor der Gastronomie. Schon mein Vater war Koch im Block House in Hamburg und teilte seine Freude am Kochen und Genießen von Anfang an mit mir“, sagt der 49-Jährige. „Michi“ Knirsch absolvierte eine Kochlehre im Hotel Elysée und startete Ende der 1980er Jahre seinen eigenen Weg in der Gastronomie. Er kochte im Laufe der Jahre in verschiedenen namhaften Hotels in Deutschland und Österreich und ein Jahr lang sogar auf See: auf einem Luxusliner der Cunard Line.
Doch das reichte „Michi“ Knirsch nicht. Er wollte mehr und ging deshalb 1992 auf die Hotelfachschule in Hamburg. Zur gleichen Zeit startete er seine Karriere bei Hornbacher, wo die Leute ihn unter anderem im „Donnerwetter“ oder im Veritas Beach Club als stets gut gelaunten Entertainer kennenlernten. In Hornbachers Unternehmen lernte Knirsch auch den leidenschaftlichen Koch Ralf Haas kennen, den er nun ebenfalls nach Apensen holte.
Eigentlich hätte der in Buxtehude lebende Knirsch gern dort ein Restaurant eröffnet. Doch hinter der eher unscheinbaren Fassade der ehemaligen Schlachterei in Apensen fand er genau die richtigen Räumlichkeiten. Dem Vermieter war ein Interessent abgesprungen, der dort ein griechisches Restaurant betreiben wollte. Da griff „Michi“ Knirsch im Dezember schnell zu. Viel Unterstützung erfuhr er aus dem Apenser Rathaus: „Dort hatte man für unsere Anliegen immer ein offenes Wort“, sagt der Gastronom. „Ich hoffe, dass uns die Apenser alle so freundlich aufnehmen.“