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iPhone-Konzern

Apple kritisiert EU-Forderungen als Datenschutz-Risiko

Apple kritisiert, man solle mit anderen Firmen bisher verschlüsselte Nutzerdaten teilen. (Archivbild)

Apple kritisiert, man solle mit anderen Firmen bisher verschlüsselte Nutzerdaten teilen. (Archivbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Apple wehrt sich gegen EU-Anforderungen zur Öffnung von Geräten für Konkurrenten. Der iPhone-Konzern verweist dabei auf den Schutz von Nutzerdaten.

Von dpa 12.06.2025, 10:25 Uhr
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Cupertino/Brüssel. Apple verschärft die Kritik an Vorgaben der EU-Kommission für ein besseres Zusammenspiel von iPhones und iPad-Tablets mit Geräten der Konkurrenz. Die Anforderungen gefährdeten den Datenschutz für Nutzer, warnte Apple während der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC. Auch könnten dadurch neue Funktionen europäische Nutzer mit Verzögerungen oder in verwässerter Qualität erreichen. In der EU ist aktuell weiterhin eine Funktion nicht verfügbar, mit der das iPhone über Apples Mac-Computer bedient werden kann.

Die EU-Kommission verweist auf das europäische Digital-Gesetz DMA, nach dem Betreiber großer Plattformen sich nicht selbst bevorteilen dürfen. Die Brüsseler Behörde fordert auf dieser Basis unter anderem, dass Technik anderer Anbieter zum Beispiel bei Benachrichtigungen, der Übermittlung von Dateien und Audio-Funktionen mit Apples hauseigenen Geräten gleichgestellt werden müsse.

Daten, die Apple selbst nicht sieht

Apple kritisiert, damit solle man anderen Unternehmen zum Teil auch Nutzerdaten offenlegen, auf die der Konzern zur Sicherheit selbst keinen Zugriff habe. Wenn etwa eine Kurznachricht vom iPhone auf der Computer-Uhr Apple Watch angezeigt werde, seien die Daten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Dadurch seien sie nur auf diesen Geräten im Klartext sichtbar. Bei der Übertragung auf eine Uhr anderer Anbieter sei das nicht gewährleistet.

Der Konzern sieht ein Problem auch darin, dass er anderen Firmen Informationen zu bisher besuchten Wifi-Netzwerken zur Verfügung stellen solle. Diese Daten seien durch Verschlüsselung ebenfalls vor Apple verborgen und gäben Aufschluss darüber, wo sich Nutzer aufhielten. Zugleich bekräftigt Apple, dass man neue Funktionen grundsätzlich für Nutzer überall auf der Welt einführen wolle.

Anfragen vom Facebook-Konzern

Der iPhone-Konzern hatte Anfang Juni Widerspruch gegen die Forderungen der Kommission eingelegt. Bereits im Dezember hatte Apple vor „datenhungrigen“ Unternehmen gewarnt - und speziell den Facebook-Konzern Meta erwähnt, der 15 Anfragen für tiefgreifenden Zugang zu Nutzerinformationen gestellt habe. Meta entgegnete damals, Apple verweise immer grundlos auf den Datenschutz, wenn dem Konzern wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen werde.

Die Kommission hatte bei der Vorlage der Interoperabilitäts-Forderungen an Apple im März betont, dies solle für gleiche Wettbewerbsbedingungen und mehr Auswahl für Kunden sorgen.

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