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Künstliche Intelligenz

Apple plant Datenwarnung bei KI-Agenten auf Mac-Computern

Apple zeigt sich besorgt über den tiefgreifenden Zugang von KI-Agenten zu Nutzerdaten auf seinen Mac-Computern. (Archivbild)

Apple zeigt sich besorgt über den tiefgreifenden Zugang von KI-Agenten zu Nutzerdaten auf seinen Mac-Computern. (Archivbild) Foto: Sven Hoppe/dpa

Sogenannte KI-Agenten sind auf weitreichenden Zugang zu Nutzerdaten angewiesen. Apples Mac-Computer bieten diese Möglichkeit - anders als andere Geräte der Firma. Jetzt sollen Nutzer gewarnt werden.

Von dpa 04.10.2026, 05:05 Uhr
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Cupertino. Angesichts der Ausbreitung eigenständig agierender KI-Agenten will Apple Nutzer seiner Mac-Computer stärker über Risiken informieren, bevor sie solcher Software einen weitreichenden Zugang zu ihren Daten geben können. Einige Entwickler nutzten heutige Zugriffsmöglichkeiten auf eine Art, die alle Daten auf den Geräten preisgeben könne, warnte der Konzern. Deswegen wolle man sicherstellen, dass alle sich der Gefahren bewusst seien, bevor sie einem Datenzugang für Künstliche Intelligenz zustimmten.

Die sogenannten KI-Agenten sollen autonom Aufgaben für ihre Nutzer erfüllen. Von KI-Firmen heißt es, dass ihre neuen Agenten inzwischen nahezu alles erledigen könnten, was man am Computer mache. Um im Alltag wirklich nützlich zu sein, sind sie auf tiefgreifenden Zugang zu deren Informationen angewiesen - E-Mails, Chats, Kalender, eventuell sogar Bankkonten.

„Full Disk Access“

Apples Macs haben eine Zugangsoption mit dem Namen „Full Disk Access“, die weitreichenden Zugriff auf Daten auf der Festplatte gewährt. Laut Apple wurde sie eingeführt, damit Backup-Programme, die Sicherungskopien der Computer anlegen, reibungslos funktionieren.

Nun griffen aber auch Entwickler von KI-Software darauf zurück. Mit wachsenden Fähigkeiten und Selbstständigkeit von KI-Agenten würden auch damit verbundene Risiken steigen, hieß es von Apple. Auf iPhones und iPad-Tablets sind die Möglichkeiten zum Datenzugang deutlich stärker eingeschränkt als auf Macs.

Hauseigene KI

Apple versucht zugleich, seine Assistenzsoftware Siri mit KI-Funktionen nützlicher zu machen, die von ihrem Zugang zu Nutzerdaten auf den Geräten profitieren sollen. Der Konzern betont, die Daten würden dabei nur auf den Geräten verarbeitet oder mit Komplett-Verschlüsselung übertragen, so dass auch Apple keinen Zugriff darauf habe.

Die neue KI-Siri ist zunächst nur in englischer Sprache verfügbar - und in der EU nur auf Mac-Computern. Bei iPhones und iPads hat Apple nach den Kriterien des Digitalgesetzes DMA (Digital Markets Act) so viel Marktmacht, dass gleicher Datenzugang für Konkurrenten wie für Apples eigene Systeme gefordert wird. Apple lehnt das unter Verweis auf die Datensicherheit ab und zog es vor, die Funktionen auf diesen Geräten in der Europäischen Union zunächst nicht einzuführen.

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