Zähl Pixel
Archiv

Autohaus investiert in die Zukunft

Tom Eberstein zeigt auf die Baustelle des neuen Servicezentrums der Eberstein-Gruppe im Industriegebiet Westende an der Bundesstraße B 73 in Buxtehude. Vasel

Tom Eberstein zeigt auf die Baustelle des neuen Servicezentrums der Eberstein-Gruppe im Industriegebiet Westende an der Bundesstraße B 73 in Buxtehude. Vasel

Die Eberstein-Gruppe investiert – in die Zukunft: Das Autohaus baut im Industriegebiet West in Buxtehude ein neues Servicezentrum.

Von Björn Vasel Mittwoch, 28.10.2015, 19:11 Uhr

Das Familienunternehmen investiert gegenüber dem Haupthaus ungefähr 2,5 Millionen Euro. Der Standort an der Moisburger Straße wird Mitte 2016 aufgegeben, in Zukunft werden die Kunden ihren Audi am Westende zur Inspektion oder Reparatur bringen beziehungsweise kaufen können. Im Juni kommenden Jahres will der VW-Partner Tom Eberstein (47) das neue Autohaus eröffnen.

Das verkehrsgünstig an der B 73 gelegene Grundstück hatte die Eberstein-Gruppe von der Hansestadt Buxtehude erworben. Auf der anderen Straßenseite liegt das VW-Autohaus – 1962 von seinem Großvater im Fruchthof errichtet. Auf der knapp 6000 Quadratmeter großen Fläche wird ein Ausstellungsbereich für den Verkauf – gut sichtbar von der Stader Straße und der Bundesstraße B 73 – und der Service mit acht modernen Werkstatt- und zwei Annahmeplätzen entstehen.

„Die Autobranche wird nicht einfacher“, betont Tom Eberstein. Die Eberstein-Gruppe wolle sich für die Zukunft rüsten und den etwa 70 Mitarbeitern und 17 Auszubildenden eine langfristige Perspektive bieten. Zwei große Standorte – das sei auf die Dauer zu teuer. „Ich muss viele Werkzeuge – genauso wie den Abschlepper – zwei Mal vorhalten“, erklärt der 47-Jährige. Doch es gehe ihm nicht nur um wirtschaftliche Synergien, sondern auch um mehr Service für seine Kunden. Viele fahren einen Audi als Erst- und einen VW als Zweitwagen, in Zukunft hätten sie „einen Anlaufpunkt“ am Westende/Zum Fruchthof. Die Devise: kurze Wege, bester Service.

Außerdem „bin ich jetzt noch jung genug für eine so große Investition – und die Zinsen sind niedrig“. Dass die Hausbank der Familie, die Kreissparkasse Stade, hinter ihnen stehe, freue ihn. Als Partner des VW-Konzerns hat die Eberstein-Gruppe die Konzernmarken Audi, VW, VW-Nutzfahrzeuge, Seat und Skoda im Angebot, ist im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft sowie im Service aktiv. Stichwort Internet: „Heute liegt das Kerngeschäft im Service, nicht mehr im Fahrzeughandel“, sagt Eberstein. Auch in Zeiten der VW-Abgaskrise hielten seine Kunden zu ihm, auch das bestärke ihn, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Seit 1949 sind die Ebersteins VW-Händler, im Jahr 1975 kam Audi dazu, 2006 ergänzt durch Skoda und Seat.

Der Audi-Standort an der Moisburger Straße sei nicht mehr zeitgemäß, die Ausstellungsfläche an der Straße ist zu klein. 2002 hatte Eberstein das Autohaus Rademacher übernommen. Das Autohaus soll abgerissen werden. Eberstein plant Wohnungen – mit Blick auf den Mühlenteich in Altkloster. Die freie Kfz-Werkstatt „Rund ums Auto“ in der Stader Straße in Altkloster komplettiert die Eberstein-Gruppe, die zu den alteingesessenen Familienunternehmen in dieser Stadt zählt.

Historie

Die Ebersteins entstammen einer legendären Schmiede-Dynastie. 1935 legte Ludwig Eberstein in der Stader Straße den Grundstein für das moderne Autohaus von heute – alles, was Räder hatte, wurde verkauft oder repariert, vom Automobil bis zum Motorrad. 1949 gab es einen Ausstellungsladen in der Breiten Straße und einen Gebrauchtwagenplatz an der Estebrügger Straße. 1962 wurde das VW-Autohaus im Buxtehuder Industriegebiet West errichtet. 1973 übernahm Rolf Eberstein das Ruder, heute leitet sein Sohn Tom die Gruppe.

So wird das neue Autohaus am Westende im Sommer 2016 aussehen.

So wird das neue Autohaus am Westende im Sommer 2016 aussehen.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.