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Häuslebauer und Gewerbetreibende

Bargstedt erlebt Bauboom

Bargstedt aus der Luft: Das (hell unterlegte) Gebiet an der Landesstraße 124 (rechts) wird in zwei Gebiete aufgeteilt. An der L 124 findet Gewerbe Platz, dann schließt sich Wohnbebauung an. Insgesamt sind 65 Bauplätze vorgesehen, ein erster

Bargstedt aus der Luft: Das (hell unterlegte) Gebiet an der Landesstraße 124 (rechts) wird in zwei Gebiete aufgeteilt. An der L 124 findet Gewerbe Platz, dann schließt sich Wohnbebauung an. Insgesamt sind 65 Bauplätze vorgesehen, ein erster

Das Ziel ist wirklich hochgesteckt, aber zu erreichen. In den nächsten Jahren will Bargstedt über 60 Häuslebauer ins neue Baugebiet und einige Gewerbetreibende in die Gemeinde locken. Ein Anfang ist gemacht, die ersten Häuser stehen bereits.

Von Wilfried Stief Mittwoch, 27.04.2016, 17:34 Uhr

Von den 20 Bauplätzen, die im ersten von drei Bauabschnitten angeboten werden, sind 14 verkauft. Junge Familien, Zuzügler aus Buxtehude und Harsefeld, ältere Ehepaare, denen ihr Haus zu groß geworden ist – mit dem Mix aus Jung und Alt ist Bürgermeister Thomas Wiebusch sehr zufrieden. „So haben wir uns das gewünscht“, sagt Wiebusch und spricht damit auch für viele Rats-politiker.

Die hatten sich nach der letzten Kommunalwahl auf die Fahnen geschrieben, Bauplätze in Bargstedt zu schaffen. Damals war kein Angebot seitens der Gemeinde mehr vorhanden. Also machten sich acht Christdemokraten, drei FWGler und zwei Genossen auf den Weg.

Der war nicht immer eben. Denn die Wünsche der Bargstedter übertrafen das, was der Landkreis für angemessen und machbar hielt. So musste ein Baugebiet an der Bahn gleich geknickt werden, weil der Lärm des vielleicht künftigen nächtlichen Güterverkehrs nicht ohne Weiteres mit Wohnen vereinbar ist. Die Bahn hat aber auch ihr Gutes: Sie sorgt dafür, dass der Gemeinde mehr Bauland zugestanden wurde, als für die Eigenentwicklung notwendig ist.

Vor gut drei Jahren nahm sich der Rat das Gebiet „Nördlich achtern Hogen“ vor. Es liegt an der Landesstraße 124, die nach Aspe und Kutenholz führt. Direkt an der Landesstraße wird das bestehende Gewerbegebiet fortgesetzt. „Das wollen wir aber nicht aggressiv vermarkten, sondern für Interessenten vorhalten, die in den Ort passen“, sagt Wiebusch. Hier wird darauf geachtet, dass die Betriebe das Wohnen nicht stören.

Zwischen dem Gewerbegebiet und dem Wohngebiet wird ein Wall errichtet, der den Lärmschutz noch einmal unterstützt. In zwei kleineren Bereichen ist der schon aufgeschichtet worden. Das gesamte Gebiet wird über ein Regenrückhaltebecken entwässert, das wegen seiner Dimension im Ort scherzhaft als Hafenanlage bezeichnet wird.

Die Grundstücksflächen pro Haus werden ab 650 Quadratmeter betragen, erläutert Wiebusch. Von der Straße Hohe Luft aus gesehen werden im vorderen Bereich Reihenhäuser und Mietwohnungen entstehen, Mangelware in Bargstedt wie in vielen anderen Dörfern auch.

Mitten im Baugebiet wird ein Kinderspielplatz eingerichtet. Der Kaufpreis je Quadratmeter Grundstück – voll erschlossen – liegt bei 85 Euro. In die Erschließung des Gebietes hat die Gemeinde bislang gut 700 000 Euro gesteckt.

Im ersten Abschnitt des Baugebiets sind noch sechs Plätze zu haben. Im zweiten stehen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls 20, im dritten Bauabschnitt dann 25 zur Verfügung. In den nächsten Jahren kann in Bargstedt also wieder gebaut werden. Interessenten müssen nicht nach Lücken suchen, um ihre Wohnwünsche umsetzen zu können.

Bürgermeister Thomas Wiebusch am Tor zum Regenrückhaltebecken.

Bürgermeister Thomas Wiebusch am Tor zum Regenrückhaltebecken.

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