Baumkontrolle an der Lühe
Manfred Junge, Leiter der Außenstelle Stade des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Hamburg (Zweiter von links), im Gespräch mit Stefan Tautz, Max Nowotny und Philipp Albers von der Bundesforst (von links). Sie prüfen in diesen Wochen 10
Baumkontrolle an der Lühe: Im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts untersuchen zwei Mitarbeiter der Sparte „Bundesforst“ der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben fast 1000 Bäume an der Lühe. Einige müssen gefällt werden. Und: Auch Private könnten zu Fällung aufgefordert werden.
Die Außenstelle Stade des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Hamburg ist für rund 80 Stromkilometer verantwortlich – vom Freiburger Hafenpriel über die Wischhafener Süderelbe, den Ruthenstrom, die Bützflether Süderelbe sowie Schwinge, Lühe und Este. „Zu unseren Aufgabengebieten gehören unter anderem die Uferunterhaltung und die Verkehrssicherung“, sagt Manfred Junge, Leiter der Außenstelle in Stade. Das heißt: Die Mitarbeiter des WSA müssen auch die Bäume an den Bundeswasserstraßen im Blick haben. Es muss verhindert werden, dass Bäume oder Äste in den Fluss fallen oder hängen und dadurch die Schifffahrt oder den Wasserabfluss beeinträchtigen. Im schlimmsten Falle könnten sogar Schiffe beschädigt oder Skipper und Ausflügler verletzt werden.
Deshalb hat das Amt einen Baumkataster angelegt. Bei einer Befahrung mit einem Arbeits-schiff wurden mit der Hilfe einer 360-Grad-Panoramakamera an Schwinge, Lühe und Este alle Bäume fotografiert und in der Vermessungsabteilung in eine digitale Karte eingefügt. „So haben wir alle Bäume erfasst, unsere und die privaten“, sagt Junge. Die Mitarbeiter dürften privaten Grund betreten, sie könnten sich ausweisen. Fast 1000 Bäume seien im Lühe-Kataster erfasst, an Schwinge und Este laufe die Auswertung der Eigentumsverhältnisse mittels Karten noch.
An der Lühe werden Bäume bereits von Forstwirten untersucht. Jeder Baum wird akribisch vermessen, der Zustand von Wurzel, Stamm und Krone bewertet, jeder erhält eine Nummer. Mit einem Mini-PC wird ein Protokoll abgearbeitet – als Grundlage zukünftiger Kontrollen. So wie bei der Esche RO 507 auf nebenstehendem Foto. „Der Baum ist standsicher und ziemlich vital“, sagt Forstwirt Max Nowotny von der Bundesforst. Kein Handlungsbedarf. In der letzten Woche seien einige Bäume aus Sicherheitsgründen in Abstimmung mit dem Kreis-Naturschutzamt gefällt worden. Das darf allerdings nur bei Gefahr in Verzug geschehen. Notwendige Pflegearbeiten erfolgen für die Zeit zwischen Oktober und Februar und werden in die Datenbank eingetragen.