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Beach-Club: Das Aus scheint besiegelt

Am angestammten Standort am Veritaskai hatte Heiko Hornbacher seine Strandutensilien einpacken müssen. Seither ist der Club tot. Foto Hornbacher

Am angestammten Standort am Veritaskai hatte Heiko Hornbacher seine Strandutensilien einpacken müssen. Seither ist der Club tot. Foto Hornbacher

Die Chancen, dass der Harburger Beach-Club je wieder für seine große Fangemeinde öffnen wird, sinken zusehends. Der Bezirk Harburg scheint keine geeignete Fläche für einen Beach-Club zu finden. Die beliebte Location steht vor dem endgültigen Aus.

Donnerstag, 06.10.2016, 16:41 Uhr

Mit dem Beach-Club verliert Harburg eine Attraktion mit einer Stahlkraft weit über die Bezirksgrenze hinaus. Jetzt hat die Bezirksversammlung einen weiteren möglichen Standort abgelehnt. Die von Harburgs Baudezernent Jörg Heinrich Penner ins Gespräch gebrachte Fläche an der Süderelbe nördlich des Dampfschiffswegs „ist genauso ungeeignet wie alle anderen von Herrn Penner vorgeschlagenen Ersatzflächen, weil sie im Naturschutzgebiet liegt“, stellt Harburgs CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer fest.

Zuletzt hatte die Fraktion Die Linke diese Fläche ins Gespräch und auf die Agenda der Bezirksversammlung gebracht. In ihrem Antrag hatten die Linken sich auf Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) berufen und ihn mit dem Satz zitiert: „Einen Hamburger Beach Club wird es auf alle Fälle geben, nur eben nicht am Veritaskai.“ Sie forderte in ihrem Antrag, die Fläche an der Süderelbe zu prüfen. Scholz stehe bei den Hamburgern im Wort, heißt es in dem Antrag.

In ihrer jüngsten Sitzung lehnte die Bezirksversammlung diese Fläche jedoch mehrheitlich ab. Inzwischen hat der Jurist Fischer im Namen seines Mandanten und Schwagers Heiko Hornbacher gegen den Bezirk Harburg Schadensersatz geltend gemacht.

Der Hamburger Gastronom und Beach-Club-Betreiber Hornbacher hatte den alten Standort am Veritaskai für einen Hotelneubau räumen müssen. Die Holzhütten und Utensilien seines Beach-Clubs stehen seitdem eingemottet am Treidelweg. Dort sollte der Beach-Club seine endgültige Fläche im vergangenen Jahr beziehen. Baudezernent Penner hatte darauf gesetzt, dass die Kaimauer lediglich gestützt werden müsse, damit der Beach Club die Fläche nutzen könne.

Dann aber stellte sich heraus, dass es damit nicht getan ist. Eine Sanierung der Kaimauer ist unumgänglich. Und die kostet mehrere Millionen Euro. Zu dem Zeitpunkt, als sich Penners Aussage als Irrtum herausstellte, hatte Hornbacher schon einen Fünf-Jahres-Pachtvertrag mit der Stadt abgeschlossen.

Die Utensilien des Beach-Clubs stehen eingemottet am Treidelweg.

Die Utensilien des Beach-Clubs stehen eingemottet am Treidelweg.

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