AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Wertvoller Rohstoff

Behörde erteilt weitere Genehmigung für Lithium-Suche

Das Landesbergamt sieht für Niedersachsen großes Potenzial bei der Förderung von Lithium. (Symbolbild)

Das Landesbergamt sieht für Niedersachsen großes Potenzial bei der Förderung von Lithium. (Symbolbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Niedersachsen setzt auf die Förderung von Lithium aus tiefen Thermalquellen. Jetzt soll ein großes Gebiet an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt erkundet werden.

Von dpa 24.04.2025, 09:00 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Hannover. Die in Niedersachsen zuständige Behörde hat eine weitere Erlaubnis zur Suche nach dem wertvollen Rohstoff Lithium erteilt. Das chemische Element wird unter anderem zur Herstellung von leistungsfähigen Akkus für E-Autos verwendet. Zum 1. Mai erhalte das Unternehmen Lilac Solutions Deutschland mit Sitz in München das Erlaubnisfeld „Schöppenstedt-Lithium“, teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover mit.

Das Feld ist gut 773 Quadratkilometer groß und erstreckt sich im Süden vom Werksgelände der Salzgitter AG bis an die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt bei Hornburg. Im Norden reicht es vom nordöstlichen Rand Braunschweigs bis an die Landesgrenze bei Schöningen. Ausgenommen bleibe lediglich die Asse mit angrenzenden Bereichen, hieß es. In dem ehemaligen Bergwerk lagert schwach- und mittelradioaktiver Müll. Die Erlaubnis ist laut LBEG zunächst befristet auf fünf Jahre.

Die Bergbaubehörde in Hannover ist zuständig für die Erlaubnisse in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Ende 2023 gab es nur zwei Erlaubnisfelder, mittlerweile sind es zwei Dutzend. Alle Erlaubnisfelder liegen in Niedersachsen.

Lithiumgewinnung über Bohrlöcher

In Niedersachsen solle Lithium im sogenannten Bohrlochbergbau abgebaut werden. Ähnlich wie bei der Erdgasförderung werde es an der Oberfläche nur kleinräumige Anlagen geben. Die Gewinnung erfolge über die Förderung von tiefem Thermalwasser in einem Kreislaufsystem, aus dem der mineralische Rohstoff abgeschieden werde, hieß es weiter. 

Bei den Genehmigungen zur Erkundung geht es nicht um konkrete Handlungen zur Förderung. Dazu müssen noch bergrechtliche Betriebspläne vorgelegt und erlaubt werden. Für diese ist unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren notwendig. Vor zehn Tagen hatte das LBEG mitgeteilt, dass der Tankstellenbetreiber Esso in zehn weiteren niedersächsischen Gebieten nach Lithium suchen darf.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Verschuldung der Hochbahn ist gestiegen

Finanzvorständin Schmidt-Brunn unterstützt zwar den Investitionskurs des Unternehmens, mahnt aber gleichzeitig zum Schuldenabbau. Auf das Thema müsse geschaut werden.

Stromausfall sorgt für Großbrand im Norden

Ein Netzfehler legte am Morgen in fünf Kreisen Schleswig-Holsteins den Strom für rund 40.000 Menschen lahm. Auf den Stromausfall folgten Brände mit teils enormen Schadenshöhen.