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Staatsschutz ermittelt

„Bekennerschreiben“ zu Brand auf Rheinmetall-Baustelle

Ermittlungen nach mutmaßlicher Brandstiftung auf einer Baustelle des Rüstungsunternehmens Rheinmetall am Flughafen Kassel-Calden. (Archivbild)

Ermittlungen nach mutmaßlicher Brandstiftung auf einer Baustelle des Rüstungsunternehmens Rheinmetall am Flughafen Kassel-Calden. (Archivbild) Foto: Swen Pförtner/dpa

Auf dem Gelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall am Flughafen Kassel-Calden hat es jüngst gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Nun gibt es einen Hinweis auf mutmaßliche Täter.

Von dpa 31.10.2026, 15:35 Uhr
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Calden. Nach der mutmaßlichen Brandstiftung auf einer Baustelle des Rüstungsunternehmens Rheinmetall am Flughafen Kassel-Calden untersucht die Polizei ein im Internet veröffentlichtes „Bekennerschreiben“. Das Schreiben auf einer vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Plattform werde „bei den weiteren Ermittlungen intensiv geprüft“, teilte das Polizeipräsidium Nordhessen mit.

Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus und suchen weiterhin Zeugen, die zur Tatzeit Verdächtiges beobachtet haben. Die Ermittlungen führt die Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen.

In der Nacht zum Freitag hatten auf der Baustelle drei Baufahrzeuge gebrannt. Ein Zeuge hatte in der Nacht gegen 3.15 Uhr Feuerwehr und Polizei alarmiert. Die Feuerwehr löschte die Fahrzeuge. Weitere danebenstehende Maschinen wurden nach Angaben der Polizei beschädigt.

„Gezielter Angriff“

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einem „gezielten Angriff“: „Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich die linksextreme Szene radikalisiert hat“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Ministers. Die Sicherheitsbehörden stellen nach seinen Angaben „sowohl eine Vergrößerung des Personenpotenzials als auch eine Steigerung von schweren Straf- und Gewalttaten fest“.

Die Tat in Calden folge auf weitere schwerwiegende Straftaten in Hessen, die mutmaßlich linksextrem motiviert seien, erklärte Poseck. Erst im September sei ein Anschlag auf ein CDU-Büro in Offenbach begangen worden. Zuvor seien unter anderem in Kassel vier Fahrzeuge der Bundeswehr und mehrere Transportfahrzeuge des Regierungspräsidiums Gießen in Brand gesetzt worden.

Drohnentestzentrum am Kassel Airport soll ausgebaut werden

Bei dem Gelände, auf dem sich der jüngste Fall ereignete, handelt sich nach Angaben der Ermittler um den Standort des geplanten Logistik- und Trainingszentrums sowie des Drohnentestzentrums am Kassel Airport. Rheinmetall und das Land Hessen hatten im August Investitionen von mehr als 260 Millionen Euro in den Standort angekündigt.

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