Bericht: Hannover mit drei Kandidaten nach Boldt-Aus
Jonas Boldt wurde in Hannover nach nur fünf Monaten freigestellt. (Archivbild) Foto: David Inderlied/dpa
Ein neuer „starker Sportdirektor“ soll Hannover 96 aus der Krise führen – doch auch über die Zukunft des aktuellen Sportdirektors Ralf Becker wird spekuliert. Martin Kind kündigt Entscheidungen an.
Hannover. Nach dem sportlichen Aus von Jonas Boldt hat Fußball-Zweitligist Hannover 96 einem Medienbericht zufolge drei Kandidaten für den neuen Sportchef-Posten. Das sagte Aufsichtsratschef Martin Kind der „Neuen Presse“. Die Gespräche würden „sehr zügig geführt“, damit „Mitte, Ende November ein neuer Mann da ist“.
Auf die Namen komme man laut Aussage von Kind (82) nicht. „Hoffe ich jedenfalls“, schob er hinterher. Der öffentlich ins Spiel gebrachte Ex-Profi Sebastian Schuppan, der derzeit bei RB Leipzig als sportlicher Leiter arbeitet, stehe nicht auf dieser Liste. Spekulationen um den früheren Gladbacher Roland Virkus, der das 2:1 gegen Dresden am Wochenende vor Ort sah, erteilte Kind eine Abfuhr.
„Starker Sportdirektor“ gesucht
Am Wochenende war das große Missverständnis zwischen 96 und dem früheren HSV-Sportvorstand Boldt nach nur fünf Monaten beendet worden. Ihm wurde unter anderem eine schlechte Kaderplanung vorgeworfen.
Seinen Posten als Sport-Geschäftsführer soll es in der Form nicht mehr geben. Es wird ein laut Kind „starker Sportdirektor“ gesucht. Henning Bindzus ist alleiniger Geschäftsführer der Profiabteilung. Der aktuelle Sportdirektor Ralf Becker steht Informationen der Zeitung zufolge vor dem Aus. Dazu äußerte sich Kind nicht ausdrücklich, sondern kündigte lediglich „zeitnahe Entscheidungen“ an.