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Bü/Dro steht vor einem Umbruch

Die Handball-Frauen von der HSG Bützfleth/Drochtersen waren im letzten Jahr in die Oberliga aufgestiegen. Sie müssen aber wieder absteigen.

Die Handball-Frauen von der HSG Bützfleth/Drochtersen waren im letzten Jahr in die Oberliga aufgestiegen. Sie müssen aber wieder absteigen.

In der Sporthalle am Freibad in Bützfleth ist bei den Handballspielen von den Mannschaften aus der Handballabteilung der HSG Bützfleth/Drochtersen immer richtig etwas los. Doch im Moment fehlt der durchschlagende Erfolg.

Mittwoch, 26.04.2017, 19:55 Uhr

In der Sporthalle am Freibad in Bützfleth ist bei den Handballspielen von den Mannschaften aus der Handballabteilung der HSG Bützfleth/Drochtersen immer richtig etwas los. Doch im Moment fehlt der durchschlagende Erfolg.

Die Frauen spielen noch in der Oberliga, müssen aber zurück in die Landesliga. Die Herren kämpfen gegen den Abstieg aus der Verbandsliga Nordsee. Die Verantwortlichen versuchen, Eventcharakter zu erzeugen und die Fans in die Halle zu locken.

„Die Stimmung ist immer gut und deshalb macht es Spaß, in der Halle zu spielen“, sagte Trainer Benjamin Nagel, der die Frauenmannschaft, die in die Oberliga Nordsee aufgestiegen ist, betreut. Der Aufstieg war der Höhepunkt der vergangenen Jahre im Frauenbereich. Doch die Realität hat das Team mittlerweile wieder eingeholt. Bü/Dro ist mit 4:42-Zählern abgeschlagen Letzter und wird in der kommenden Saison in der Landesliga einen neuen Anlauf starten. Am Sonnabend, 29. April, bestreiten die Kehdingerinnen ab 18 Uhr das Heimspiel gegen die HSG PHOENIX in der Sporthalle am Freibad.

„Nach dem Aufstieg in die Oberliga haben wir natürlich insgeheim mit einem Platz oberhalb der Abstiegsplätze gerechnet“, sagte Bü/Dro-Handballchef Sven Wolter. Dass es eine schwere Saison werden würde, davon sei Bü/Dro ausgegangen, war sich Wolter sicher. Als sich dann aber eine der Führungsspielerinnen, Bettina Martens, in einem Vorbereitungsspiel das Kreuzband gerissen hatte, sei das Projekt Klassenerhalt schon ins Wanken geraten. Trotzdem haben die Trainer um Benjamin Nagel fest an die Mannschaft geglaubt. Aber es hat einfach an Qualität und Cleverness gefehlt. „Viele meiner Spielerinnen haben es sich aber auch einfacher vorgestellt, als es ist“, ist Trainer Benjamin Nagel, der für die neue Trainerin Grit Meyer und Lars Rogge als Co-Trainer Platz macht, enttäuscht. „Nach einem kleinen Umbruch wollen wir mit den jetzigen und mit Spielerinnen aus der Landesliga-A-Jugend schnell wieder in der Landesliga Fuß fassen und den Wiederaufstieg spätestens in zwei Jahren wieder ins Visier nehmen“, hofft Wolter auf einen „Jetzt erst Recht“-Impuls.

Die Handballer spielen nach dem Abstieg aus der Oberliga im zweiten Jahr in der Verbandsliga und haben mehr Mühe als gedacht, zumindest den Klassenerhalt zu erreichen. Wolter: „Das Ziel der ersten Herren nach dem ersten Jahr in der Verbandsliga war Platz fünf, möglichst noch besser“. Nach einer guten Vorbereitung schien dieses Ziel auch erreichbar. Leider machten der dünne Spielerkader und eine nicht enden wollende Verletzungsmisere dem Vorhaben einen dicken Strich durch die Rechnung. Trainer Maximilian Bock konnte oft nur mit acht gesunden Spielern antreten. Spieler aus der zweiten Herrenmannschaft mussten in das System eingebaut werden. Dadurch geht auch die Zweite personell auf dem Zahnfleisch und steckt mitten im Abstiegskampf in der Regionsoberliga. „Wir werden sehen, wohin die Reise geht“, hofft Maximilian Bock am Sonntag, 30. April, ab 17 Uhr im Spiel gegen den TuS Haren auf einen Sieg und viele Zuschauer, die den Spielern den Rücken stärken. Oberstes Ziel ist es im Moment die Verbandsligazugehörigkeit zu erhalten. „Wir wollen und müssen auf unsere Talente aus den eigenen Reihen setzen, doch die sind noch nicht so weit“, hat Bock erkannt. Wolter: „Uns fehlt leider derzeit der adäquate Nachwuchs aus den eigenen Reihen, um die eine oder andere Lücke im Herrenbereich zu schließen.“ Aber alle stünden hinter dem Herrenteam und drücken die Daumen, allein wegen der guten Arbeit des Trainerteams um Maximilian Bock, sagt Wolter.

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