Butlers in Stade droht die Schließung
Viele Stader sind schockiert. Butlers in der Holzstraße soll zum 30. Juni schließen. Mittlerweile ist eine Unterschriftenliste für den Erhalt zusammengekommen – mit 1700 Unterschriften. Auch Stades Wirtschaftsförder Thomas Friedrichs ist involviert.
Die Einrichtungsgeschäfte von Butlers gehören zum festen Bild mittelgroßer Einkaufsstraßen. 100 Filialen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch nun hat das Unternehmen beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag gestellt. Von Seiten des Insolvenzverwalters heißt es laut Spiegel online, dass versucht werden soll, das Geschäft fortzuführen und wettbewerbsfähig auf dem Markt zu positionieren. Im Klartext heißt das, dass einige der Filialen geschlossen werden sollen. Laut Kölner Anzeiger sind das 19 Filialen, darunter die in Stade.
Dass der Name der Stader Filiale auf einer Liste steht, weiß auch Stades Filialleiterin Ulrike Gudde. „Der Name Butlers muss in Stade erhalten bleiben“, sagt sie gegenüber dem TAGEBLATT. Mehr möchte sie zum Thema nicht sagen, weil sie es schlicht und ergreifend nicht darf. In ihrer Freizeit haben sie und ihre Mitarbeiterinnen Unterschriften in der Innenstadt gesammelt. Nun wissen sie viele Besucher der Innenstadt und Kunden hinter sich. Sie hoffen, dass solch ein Signal beim Insolvenzverwalter positiv ankommt und die Stader Filiale doch noch erhalten bleibt.
Stades Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs bringt sich regelmäßig ein, wenn bei Geschäften der Schuh drückt. Da könne dann zum Beispiel die Gewerbesteuerzahlung zum Thema gemacht werden oder Friedrichs nimmt Kontakt zum Vermieter des jeweiligen Geschäfts auf.
Normalerweise, so Friedrichs, werde er tätig, bevor der Insolvenzverwalter Schritte einleitet. Das aber ist im Fall Butlers schon geschehen. Fristgerecht zu Ende März wurden Schließungsabsichten eingeläutet. Zwar verkündete der Insolvenzverwalter nicht, welche Filialen es treffe, aber das lieferte der Kölner Stadtanzeiger nach. Darunter eben auch die in Stade und vier in Hamburg.
Dass ein großes Büro mit über 270 Anwälten, das zu den Top Ten der Branche gehört, einen Rückzieher macht, ist für Friedrichs schwer vorstellbar. „Da wird sehr professionell gearbeitet“, sagt Friedrichs. Die Chance, noch Gehör zu finden, hält Friedrichs für gering.
Vielleicht bewirken die Unterschriften etwas. Denn dahinter stehen 1700 Bürgerinnen und Bürger, die die Daumen drücken.
Butlers wurde 1999 in Köln gegründet und zählte sich selbst zu den Marktführern im Bereich Wohnaccessoires. Das Unternehmen beschäftigt 1000 Mitarbeiter in 100 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Jahresumsatz der Butlers-Gruppe lag zuletzt bei 100 Millionen Euro. Quelle: Spiegel online